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Enzym des Gehirns fördert Multiple Sklerose

Amerikanische Forscher haben ein Enzym entdeckt, dass offenbar mitverantwortlich für die Entstehung von Multipler Sklerose (MS) ist. Bei MS löst der Körper in einem entzündlichen Prozess an verschiedenen Stellen im Nervensystem Isolierschichten um Nervenzellen, die sogenannten Markscheiden, auf. In betroffenem Gewebe fanden Forscher nun eine entzündungsfördernde Substanz mit dem Namen „Myelencephalon-Spezifische Protease, kurz „MSP“, berichtet das Magazin „Brain“.

In normaler Konzentration unterstützt MSP gerade die Zellen im Gehirn, die die Markscheiden ausbilden. Aus bisher unerfindlichen Gründen kann sich jedoch der Körper in einer Autoimmunreaktion gegen die Markscheiden wenden und zerstört sie. Der Prozess wird offenbar von einer Erhöhung in der Konzentration von MSP begleitet, berichtet Isobel Scarisbrick von der Mayo-Clinik in Rochester. MSP, das im Körper verschiedene Funktionen besitzt, erleichtert unter anderem den Zugang von entzündungsfördernden Zellen zum Gehirn.

Die Forscherin und ihre Kollegen wollen nun in klinischen Versuchen prüfen, ob eine Drosselung der Aktivität von MSP bei Patienten den Krankheitsverlauf der Multiplen Sklerose abbremsen kann. An MS sind in Deutschland etwa 120.000 Menschen erkrankt, zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Je nach betroffenen Hirnregionen kann sich die Krankheit mit unterschiedlichen Symptomen äußern. Bei vielen kribbeln die Hände oder Füße, sie haben Sehstörungen und Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht. Die Krankheit breitet sich meist in Schüben aus, die sich innerhalb von Stunden oder Tagen entwickeln und in der Regel wieder abklingen. Mit jedem Schub kann sich jedoch eine bleibende Störung entwickeln, was schließlich zu einem Leben im Rollstuhl führen kann.

Andreas Wawrzinek
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