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Erfolgsgeschichte: Operation im Mutterleib

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Vor seiner Geburt hieß bei Björn die Diagnose: Spina bifida. (Bild: Erik Hinz)
„Spina bifida – Offener Rücken: Ihr Kind könnte später gelähmt sein oder geistig behindert.“ Mit dieser schockierenden Diagnose sind viele Eltern nach einer vorgeburtlichen Untersuchung konfrontiert. Meist führt dies zu einer Abtreibung. Doch es gibt nun eine erfolgversprechende Alternative: Minimal-invasive Operationstechniken im Mutterleib, die den Offenen Rücken und weitere Entwicklungsstörungen frühzeitig behandeln können. In dieser sogenannten Fetalchirurgie ist ein deutscher Arzt weltweit führend. Darüber berichtet bdw-Autor Sascha Karberg in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.

In dem Artikel erzählt der Autor die Geschichte eines Paares, das mit der vorgeburtlichen Diagnose „Offener Rücken“ konfrontiert war. Es handelt sich bei Spina bifida, wie der Fachausdruck heißt, um eine vergleichsweise häufige embryonale Entwicklungsstörung. Das Rückengewebe des Kindes schiebt sich dabei nicht komplett über das Rückenmark, sodass die Nerven mit Fruchtwasser in Berührung kommen und absterben. Häufig sind die Kinder dann später bauchabwärts gelähmt oder schlimmstenfalls geistig behindert.

Heute spielt der einstige Patient Fußball

Das Paar im Zentrum des Artikels entscheidet sich allerdings nicht wie viele andere für eine Abtreibung, sondern für eine Behandlung bei Thomas Kohl vom Deutschen Zentrums für Fetalchirurgie und minimal-invasive Therapie (DZFT) am Universitätsklinikum Gießen-Marburg. Über seinen interessanten Werdegang berichtet Karberg mit persönlichen Einblicken.

Thomas Kohl operiert Föten gleichsam durchs „Schlüsselloch“: Ein Endoskop mit speziellen Instrumenten wird in den Körper eingeführt und die Operation mit Sicht auf einen Monitor durchgeführt. Bei der Behandlung von Spina bifida deckt der Chirurg mit einem Flicken aus Kollagenfasern die offene Stelle am Rücken des Fötus ab, damit das Fruchtwasser die Nervenzellen nicht schädigen kann. Der Eingriff ist zwar mit Risiken für den winzigen Patienten verbunden, aber  DZFT kann bereits eine gewaltige Erfolgsrate vorweisen.

Auch beim Fallbeispiel des Artikels entwickelte sich die Geschichte glücklich: 2009 wurde Björn im Mutterleib operiert. Heute spielt der Siebenjährige begeistert Fußball. Sein Vater sagt: „Ich hätte nie geglaubt, dass er mal mit anderen Kindern über den Bolzplatz rennen kann.“

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Ausführlich können sie diese Erfolgsgeschichte in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft nachlesen.

© wissenschaft.de
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Not|tur|no  〈n. 15; Pl. a.: –tur|ni; Mus.〉 = Nocturne [ital.]

phy|sisch  〈Adj.〉 die Physis betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend, körperlich, natürlich, in der Natur begründet

Kalt|front  〈f. 20; Meteor.〉 Linie, die vordringende Kaltluft begrenzt

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