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Norwegen ist Vorreiter bei der Elektromobilität auf See

Fischfang mit dem Elektrokutter

Elektrokutter Karoline
Der Fischkutter „Karoline“ wird hauptsächlich von einem batterieversorgten Elektromotor angetrieben. (Foto: Siemens)
Künftig könnte die Schifffahrt abgasärmer und umweltfreundlicher werden. Denn in Norwegen fährt nach der ersten Elektrofähre nun auch erstmals ein Fischkutter mit Elektroantrieb – und der Strom stammt aus erneuerbaren Energien.

Norwegen ist in puncto Elektromobilität auf dem Wasser ein Vorreiter in Europa: Schon vor fünf Jahren schrieb das norwegische Verkehrsministerium einen Wettbewerb zur Entwicklung einer besonders umweltfreundlichen Fähre aus. In Norwegen ist der Einsatz von Elektroschiffen besonders sinnvoll, weil das Land seinen Strom ausschließlich aus erneuerbaren Quellen, darunter vor allem Wasserkraft, erzeugt. Daher werden bei der Stromerzeugung keine Treibhausgase ausgestoßen.

Erste Fähre mit Elektroantrieb

Das Ergebnis ist die Elektrofähre „Ampere“, die seit 2015 34 Mal pro Tag auf einer sechs Kilometer langen Strecke im Sognefjord pendelt. Angetrieben wird das 80 Meter lange Schiff von zwei Elektromotoren mit je 450 Kilowatt Leistung, die ihre Energie aus Lithium-Ionen-Akkus beziehen. Aufgeladen werden diese bei den kurzen Anlegestopps der Fähre.

Und das Ganze ist ausbaufähig: Forscher haben ausgerechnet, dass von den 111 norwegischen Fährverbindungen 61 auf reinen Batteriebetrieb umgestellt werden könnten und 32 Routen auf Hybridbetrieb. Denn gerade auf kürzeren Strecken mit weniger als 35 Minuten Fahrzeit ist der Elektroantrieb auch wirtschaftlich lohnend. Norwegen könnte dadurch jedes Jahr 300.000 Tonnen CO2-Emissionen sowie 8.000 Tonnen Stickoxid-Emissionen einsparen – und 77 Millionen Euro.

…und jetzt der erste Elektro-Fischkutter

Aber auch die norwegische Fischereiflotte, die heute etwa 400 Millionen Liter Diesel im Jahr verbraucht, könnte mit der Umstellung auf Elektroantrieb ihren Treibstoffbedarf um 80 Prozent senken. Der erste Schritt dazu ist nun gemacht: Seit Oktober 2015 fährt an Norwegens Küste der erste elektrisch betriebene Fischkutter. Der in Tromsø stationierte Elektrokutter Caroline hat als Hauptantrieb einen von Siemens konstruierten Elektromotor, der seine Energien aus Batterien bezieht.

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Die Ladung der Batterien reicht immerhin für acht Stunden auf See. In dieser Zeit verbrennt die Karoline keinen Diesel und belastet weder Umwelt noch Klima. Erst wenn der Ladezustand der Batterie bei längeren Ausfahrten unter einen bestimmten Wert fällt, springt der Dieselmotor an und produziert über einen Generator den Strom für den Elektroantrieb. Nachts laden sich die Stromspeicher im Hafen über das örtliche Stromnetz wieder auf.

Schon die ersten 30 Tage des Betriebs zeigten, dass sich die Investition gelohnt hat: Für die Fischer bedeutet der Elektroantrieb weniger Lärm und Vibrationen, für die Umwelt weniger Abgase. Pro Fisch hat die Besatzung der Karoline in dieser Zeit nur 0,04 Liter Diesel verbraucht – das ist eine Reduzierung von 80 Prozent im Vergleich zu normalen Fischkuttern mit Dieselmotor.

Quelle: SIemens

© natur.de – Nadja Podbregar
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