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Forscher: Wirkung von Fischöl aufs Herz geklärt

Fischöl kann gefährliche Herzrhythmusstörungen verhindern. Wie genau die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren das Herz positiv beeinflussen, berichten amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Circulation“ (Ausgabe vom 27. Mai). Die Omega-3-Fettsäuren bauen sich in die äußere Membran von Herzzellen ein, haben die Forscher herausgefunden. Dort verringern sie einen zu starken Austausch von elektrischer Ladung in Form von Ionen ? ein Auslöser von Störungen des Herzrhythmus.

Der positive Einfluss ungesättigter Omega-3-Fettsäuren auf das Herz war schon in den neunziger Jahren in einer großangelegten Studie nachgewiesen worden. Doch erst in jüngsten Untersuchungen konnten Alexander Leaf von der Harvard Medical School in Boston und seine Kollegen an Herzmuskelzellen von Ratten die molekulare Wirkung dieser Fischöle demonstrieren.

Die Zellen lagerten sich zu einem Klumpen zusammen, der ? genau wie ein vollständiges Herz ? in rhythmischen Bewegungen „schlug“. Die Wissenschaftler fügten nun bestimmte Substanzen hinzu, die Arhythmien erzeugen. Durch die anschließende Zugabe von Omega-3-Fettsäuren konnten die Forscher den übermäßigen Fluss von Kalzium- und Natriumionen durch die Membranen der Herzzellen blockieren und damit die Störungen des Rhythmus verhindern.

Besonders viele der gesunden Fettsäuren sind in Fischen wie Lachs oder Thunfisch enthalten. Leaf rät, mindestens zweimal pro Woche fetthaltigen Fisch zu essen. Am besten eigne sich frischer oder gefrorener Fisch. Thunfisch in Dosen bringe nur dann den gewünschten Effekt, wenn er in Wasser gelagert ist ? zusätzliches Öl entziehe dem Fisch die Fettsäuren. Für Patienten mit Erkrankungen der Herzgefäße reicht der Verzehr von Fisch allein jedoch nicht aus. Hier empfiehlt die Amerikanische Herzgesellschaft, zusätzlich Omega-3-Fettsäuren beispielsweise in Form von Kapseln einzunehmen.

ddp/bdw ? Stefanie Offermann
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