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Erde|Umwelt

Gestresste Kartoffeln

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Kartoffelknollen werden schwachen Stromstößen ausgesetzt, um den Gehalt an gesundheitsförderlichen Antioxidantien zu steigern. Credit: Kazunori Hironaka, Obihiro Universität.
Forscher haben mit einfachen Methoden den Gehalt von gesundheitsfördernden Antioxidantien in Kartoffeln gesteigert: Sowohl elektrische Spannung als auch Ultraschallwellen regten die Knollen zur vermehrten Produktion von natürlichen phenolischen Substanzen an. Diese Pflanzenstoffe stehen im Ruf, einer ganzen Reihe von Krankheiten vorzubeugen, beispielsweise Krebs und Diabetes. Mit ihren simplen und kostengünstigen Verfahren konnten die japanischen Wissenschaftler den Gehalt dieser begehrten Inhaltsstoffe um bis zu 50 Prozent steigern. Auch andere Gemüsearten könnten vermutlich auf diese Weise aufgewertet werden ? eine Möglichkeit mit hohem Potenzial: „Das Interesse der Verbraucher an solchem so genanntem „functional food“ wächst ständig“, betont Teamleiter Kazunori Hironaka von der Obihiro Universität.

Es ist bereits bekannt, dass Stressfaktoren wie Trockenheit oder mechanische Verletzungen, Pflanzen dazu veranlassen, mehr phenolische Substanzen zu bilden. Die Forscher konnten jetzt einen ähnlichen Effekt sowohl mit elektrischem Strom als auch mit Ultraschall hervorrufen. Schon eine fünf- bis dreißigminütige Behandlung mit Strom oder Ultraschall reichten aus, um in den Kartoffeln die verstärkte Produktion an den Antioxidantien anzuregen.

Phenolische Substanzen kommen natürlicherweise in vielen Gemüsearten und Obst vor. Die sekundären Pflanzenstoffe sind ein wichtiger Faktor für den gesundheitsfördernden Effekt dieser Nahrungsmittel. Viele Studien haben bereits belegt, dass phenolische Substanzen durch ihre Funktion als Antioxidantien im Körper positive Wirkungen aufweisen: Sie schützen die Zellen vor sogenannten Sauerstoffradikalen und senken damit das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes und einigen weiteren Erkrankungen.

Da die Kartoffel in der westlichen Welt zu den beliebtesten Nahrungsmitteln überhaupt gehört, könnte eine Umsetzung der Forschungsergebnisse im großen Maßstab positive Auswirkungen auf die Gesundheit ganzer Bevölkerungsgruppen haben.

Kazunori Hironaka (Obihiro Universität) et al.: National Meeting of the American Chemical Society in Boston ddp/wissenschaft.de ? Martin Vieweg
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