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Erde|Umwelt

Großteil des Quecksilbers im kalifornischen Regenwasser stammt aus Asien

Ein großer Teil des Quecksilbers in kalifornischem Regenwasser stammt aus Asien. Diese überraschende Neuigkeit berichten Russell Flegal von der University of California in Santa Cruz und seine Kollegen in der Online-Ausgabe des Fachblatts „Journal of Geophysical Research – Atmospheres“.

Wie die Forscher schreiben, gelangt das giftige Metall mit den Abgasen chinesischer Kohlekraftwerke in die Luft. China trägt durch die Kohleverbrennung etwa 10 Prozent zu den weltweiten Quecksilber-Emissionen bei.

Mit Sturmtiefs kommt das Quecksilber über den Pazifik. Der Smog der kalifornischen Metropolen, so schreiben die Forscher, trägt dann dazu bei, dass das Quecksilber überhaupt aus der Luft gewaschen wird. Gewöhnlich ist es gasförmig und bleibt in der Luft, doch wenn es durch Ozon oxidiert wird, gelangt es in die Regentropfen. Ozon entsteht unter anderem durch chemische Reaktionen zwischen Stickoxiden aus Autoabgasen und Sonnenlicht.

Der Quecksilbergehalt im kalifornischen Regenwasser ist dreimal so hoch wie in vorindustriellen Zeiten, stellten Flegal und Kollegen fest. Quecksilber ist in Kalifornien ohnehin ein Problem, weil es während der Goldgräberzeit zum Lösen des Edelmetalls benutzt wurde und immer noch aus einigen Minen sickert. Flüsse transportieren es zum Beispiel in die Bucht von San Francisco.

„Es wird diskutiert, Zahnfüllungen aus Leichen zu entfernen, bevor sie verbrannt werden, aber das ist eine geringfügige Quecksilberquelle im Vergleich zu den asiatischen Emissionen“, sagt Flegal.

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Hauptautor Douglas Steding betont, dass das kontaminierte Regenwasser keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Quecksilber reichert sich jedoch in der Nahrungskette an. Fische aus der Bucht von San Francisco und sieben anderen Gewässern sind daher nicht genießbar.

Ute Kehse
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