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Erde|Umwelt Gesellschaft|Psychologie Gesundheit|Medizin

HUNGER UND VÖLLEREI

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Es ist in Mode, Kraftstoff aus Lebensmitteln zu gewinnen. Doch während Autos Biosprit tanken, haben weltweit rund eine Milliarde Menschen nicht genug zu essen. Das angestrebte Ziel des UN-Millenniumgipfels vor elf Jahren, den Anteil der hungernden Menschen bis 2015 um die Hälfte zu reduzieren, ist in unerreichbare Ferne gerückt. Explodierende Preise für Grundnahrungsmittel haben in vielen Ländern Südamerikas, Afrikas und Asiens sogar zu Hungeraufständen geführt. Da kommt das Buch der beiden Soziologinnen Lioba Weingärtner und Claudia Trentmann gerade richtig.

Es gibt einen aktuellen Überblick über die Lage der Welternährung und beschreibt, was getan wurde, um den Hunger zu bekämpfen. Dabei rühren die Autorinnen den Leser nicht mit Leidensgeschichten, sondern ziehen mit Zahlen und Fakten nüchtern Bilanz. Viele Grafiken und Kästen ergänzen den Text, allerdings erschließen sich manche Darstellungen erst auf den zweiten Blick.

Zum Hunger gehört auch sein Gegenteil: Völlerei und Übergewicht. In vielen Ländern gibt es beide Facetten falscher Ernährung. Die Autorinnen machen deutlich, dass in unserer globalisierten Welt alles mit allem verknüpft ist, vom Kleinbauern in Kamerun bis zum Supermarktkunden in Berlin. Deshalb kann jeder Einzelne durch seine Lebensweise einen Beitrag leisten, etwa indem er auf Herkunft und Herstellungsweise seiner Lebensmittel achtet und nicht jedem Werbe-Slogan der Nahrungsmittelindustrie auf den Leim geht. Klaus Jacob

Lioba Weingärtner, Claudia Trentmann Herausgeber: Deutsche Welthungerhilfe HANDBUCH WELTERNÄHRUNG Campus, Frankfurt am Main 2011 241 S., € 16,90 ISBN 978–3–593–39354–4

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