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Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Kernspin-Tomografie: Schaden starke Magnetfelder der Gesundheit?

Als gesundheitlich unbedenklich gelten die starken, statischen Magnetfelder, mit denen Kernspin-Tomografen in das Körperinnere schauen können. Werden die heute verwendeten Feldstärken jedoch deutlich erhöht, um die Auflösung dieser Diagnosegeräte zu verbessern, könnte ein unerwünschter Einfluss auf den Körper nicht mehr ausgeschlossen werden. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher, die Mäuse einem Magnetfeld von rund 14 Tesla ? dem zehntausendfachen des Erdmagnetfeldes ? aussetzten. Die Tiere zeigten ein deutlich verändertes Verhalten, woraus die Wissenschaftler auf eine Beeinträchtigung der Gesundheit schließen, berichtet das Magazin New Scientist.

Niemals zuvor wurden Labortiere so großen Magnetfelder ausgesetzt, berichten die Forscher von der Florida State University in Tallahassee. Minutenlang rannten die Mäuse unmotiviert im Kreis herum, nachdem sie in das Magnetfeld gesetzt wurden. Zudem sträubten sie sich danach vor einer süßen, wohlschmeckenden Flüssigkeit, die sie unmittelbar vor dem Versuch erhalten haben. Offensichtlich assoziierten die Tiere die zuckrige Nahrung, die sie sonst mit Wonne zu sich nehmen, mit einer unangenehmen Erfahrung. Diese Ablehnung hielt etwa zwei Wochen an.

Physikalisch dürfte ein statisches Magnetfeld keine schädigenden Auswirkungen auf den Organismus haben. Doch durch geringe Bewegungen der Tiere können elektrische Spannungen innerhalb des Körpers induziert werden. Für eine elektromagnetische Induktion stellt es keinen Unterschied dar, ob sich das Magnetfeld ändert oder ob sich ein Körper in dem Magnetfeld bewegt.

Bisher reichen die Feldstärken von Kernspin-Tomografen bis auf rund zwei Tesla heran. Doch werden bereits Prototypen mit bis zu neun Tesla entwickelt. Um jede Induktion elektrischer Ströme ausschließen zu können, müsse ein Patient vollkommen regungslos in dem Feld liegen, was jedoch nur schwer zu gewährleisten sei, so die Forscher. Schon heute zeigen sich bei Feldstärken von vier Tesla Anzeichen einer induzierten Spannung. So berichteten zehn Prozent von einer Probanden-Gruppe von einem seltsamen metallischen Geschmack im Mund. Das zeige, dass besonders der Geschmackssinn empfindlich auf induzierte Spannungen reagiere.

Jan Oliver Löfken
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