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Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Krebsmedikament verringert Narbenbildung um 80 Prozent

Ein Krebsmedikament kann offenbar nahezu vollständig verhindern, dass im Auge nach Operationen Narben entstehen. Wie britische Wissenschaftler zeigen konnten, sorgt das Mittel namens Ilomastat dafür, dass das Gewebe rund um die Wunde nicht zu der für Narben typische harten Zellmasse zusammenklumpt. Auch bei anderen Wunden könnte das Medikament die Narbenbildung möglicherweise unterbinden, hoffen die Forscher. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 21. Juni, S. 14).

Für die Narbenbildung im Körper sind unter anderem Enzyme verantwortlich, die sofort nach einer Verletzung von den umliegenden Zellen freigesetzt werden. Diese Enzyme zersetzen das Eiweiß Kollagen, das normalerweise wie ein Kleber die Zellen im Gewebeverband zusammenhält. Ist das Kollagen rund um die Wunde abgebaut, wandern bestimmte Zellen in das Wundgebiet ein und beginnen, das Gewebe wieder zu reparieren. Dabei wird neues Kollagen gebildet. Da diese Reparatur jedoch sehr schnell und daher eher ungezielt abläuft, zieht sich das Gewebe um die Wunde zusammen ? eine Narbe entsteht.

Die Wissenschaftler um Peng Tee Khaw an der Moorfield-Augenklinik in London konnten durch Ilomastat die Narbenbildung in operierten Kaninchenaugen um 80 Prozent verringern. Das Medikament wirkt, indem es die Kollagen abbauenden Enzyme in ihrer Arbeit stört. Der Zellverband rund um die Wunde bleibt damit intakt. Dadurch werden die Reparaturzellen daran gehindert, das Gewebe zusammenzuziehen, vermuten die Forscher.

Ob sich das Verfahren auch auf andere Körperteile übertragen lässt, muss noch geprüft werden, meint Khaw. Der Forscher ist jedoch optimistisch, da nach jüngsten Studien die durch Ilomastat gestörten Enzyme in allen Körpergeweben an der Heilung von Wunden mitwirken. Ihre Hemmung würde also vermutlich auch dort die Narbenbildung verringern.

ddp/bdw – Stefanie Offermann
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