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Leseschwäche: Kinder verarbeiten Sprache in anderen Hirnregionen

Kinder mit einer Leseschwäche verarbeiten Gehörtes in einer anderen Region ihres Gehirns als Kinder, die keine Probleme beim Lesen haben. Das haben amerikanische Forscher festgestellt, als sie das Gehirn von Kindern mit und ohne Dyslexie bei der Arbeit beobachteten. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Neuropsychology (Ausgabe vom Oktober).

Über 15 Prozent der Kinder im Schulalter leiden an Dyslexie. Die Ausprägung der Leseschwäche ist jedoch verschieden: Teilweise können die Kinder noch stockend lesen, während in anderen Fällen eine völlige Lesehemmung auftritt. Zudem ist die Leseschwäche oft kombiniert mit Sprachstörungen und kann bis ins Erwachsenenalter andauern.

Joshua Breier von der Universität von Texas in Houston (USA) und seine Kollegen unterzogen nun zwölf Kinder mit und elf ohne Dyslexie einem einfachen Hörtest. Die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf mussten zwischen verschiedenen Silben wie „ga“ und „ka“ unterscheiden, während die Forscher gleichzeitig ihre Gehirnaktivität untersuchten.

Bei Kindern ohne Dyslexie waren vor allem Sprachregionen im linken Teil des Hirns aktiv, erklären die Forscher. Die leseschwachen Kinder zeigten dagegen eine Aktivierung des entsprechenden Bereichs in der rechten Hirnhälfte, dessen genaue Funktion bislang unbekannt ist. Die für eine Dyslexie verantwortliche Störung scheint sich also auf einen kleinen Bereich im Gehirn zu konzentrieren. Von der Intelligenz des Kindes sei die Leseschwäche völlig unabhängig, betonen die Forscher.

ddp/bdw ? Stefanie Offermann
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