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Medikamente gegen Gefäßverschlüsse im Gehirn – Thrombolyse als neue Schlanganfall-Therapie

Mit Medikamenten sollen Gefäßverschlüsse im Gehirn aufgelöst und damit die Heilungschancen für Schlaganfall-Patienten deutlich verbessert werden. „Die Thrombolyse soll die Wahrscheinlichkeit, ohne nachfolgende Behandlung geheilt zu werden, um bis zu 60 Prozent steigern“, so der medizinische Direktor des LKH-Klagenfurt Anton Suntinger. Die neue Heilungsmethode mache allerdings eine rasche Einlieferung ins Krankenhaus notwendig, erklärt der Mediziner.

Das Klagenfurter LKH hat bereits an einer Studie mitgearbeitet, nach der die Thrombolyse als Heilmethode zugelassen wurde, so Suntinger. „Die bisherige Annahme, dass dadurch Blutungen im Gehirn ausgelöst werden können, haben sich als nicht stichhaltig erwiesen“, so der Mediziner. Wichtig sei dabei jedoch, dass der Patient innerhalb von drei Stunden ins Krankenhaus eingeliefert werde, dann könne mit einer speziellen Spritze die so genannte systemische Thrombolyse durchgeführt werden.

Patienten, die später eingeliefert werden, könnten mit einer intraarteriellen Thrombolyse behandelt werden. Bei dieser Methode wird das Medikament direkt mittels eines Katheters, der durch die Beinarterie ins Gehirn vorgeschoben wird, verabreicht. Innerhalb von sechs Stunden nach dem Schlaganfall müsse mit der Applikation des Medikaments begonnen werden, so Suntinger. Sonst sei die Gefahr einer Blutung zu groß.

Der Mediziner warnte daher, dass eventuell auftretende Schlaganfälle raschest behandelt werden müssten. „Die Symptome eines Schlaganfalles werden oft bagatellisiert. Wenn ein Patient plötzlich die Augen nicht mehr schließen kann, wenn Sprachstörungen auftreten oder ein Arm hinunterfällt, weil ihn ein Patient nicht mehr oben halten kann, sollte unbedingt der Notarzt verständigt werden“, so Suntinger. Zur schnellen Behandlung werden im Krankenhaus auch neue Notfall-Strukturen geschaffen, um den Zeitraum von der Einlieferung bis zum Beginn der Behandlung möglichst kurz halten zu können.

pte
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