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Erde|Umwelt Gesellschaft|Psychologie

Scheidungskinder geben schneller auf

Kinder, deren Eltern getrennt leben oder geschieden sind, legen in der Schule weniger Ausdauer an den Tag als Kinder aus einem intakten Elternhaus. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologen der Universität Illinois in einer Studie mit über 1.000 Kindern. Die Scheidungskinder hätten zudem häufiger Schwierigkeiten, neue Freundschaften aufzubauen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Cognitive Therapy and Research.

Die Psychologen hatten die zehn- bis zwölfjährigen Schüler und ihre Lehrer zu ihren schulischen Leistungen und ihrem Verhältnis zu den Mitschülern befragt. Außerdem wollten sie von den Kindern wissen, wie ihre Beziehung zu den Eltern und deren Beziehung untereinander sei.

Wie sich herausstellte waren Kinder, deren Eltern sich ganz offensichtlich feindselig gegenüberstanden, am stärksten beeinträchtigt. Die Trennung der Eltern brächte viele Kinder zu der Überzeugung, dass sie die Ereignisse in ihrem Leben nicht kontrollieren können, meint die Leiterin der Studie Karen Rudolph. Sie werfen ihre Schulaufgaben schnell hin und sind zögerlich wenn es darum geht, neue Freundschaften zu entwickeln. Dieses Verhalten betrachtet Karen Rudolph mit Besorgnis: „Wenn die Kinder nicht lernen, Ausdauer zu entwickeln, werden sie ihr volles Potential niemals ausleben können.“

Wie andere Studien zeigen, sind allerdings nur bei rund 20 Prozent der Scheidungskinder Langzeitfolgen zu befürchten. „Wenn sich die Eltern von ihrem eigenen Gefühlschaos erholt haben und ihre Elternrolle wieder ganz leben, geht es auch den Kindern in der Regel besser“, meint Karen Rudolph. Um die Kinder in ihrer Standfestigkeit zu fördern rät sie, die Kinder häufig nach ihrer Meinung zu fragen und sie von ihren Problemen erzählen zu lassen.

Irina Lorenz-Meyer
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