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Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Schneller Wassercheck mit DNA-Chip: EU finanziert Erregersuche in Bade- und Trinkwasser

Zukünftig sollen Erreger in Bade- und Trinkwasser mit einem Aqua-Chip identifiziert werden. Der DNA-Chip soll in drei Jahren fertiggestellt sein. Dann wird es möglich sein, die Art und Zahl der bakteriellen Krankheitserreger im Wasser schnell und genau über ihr Erbmaterial zu bestimmen. Mit der Koordination eines entsprechenden EU-Projektes wurde die Braunschweiger Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) beauftragt. Für die Entwicklung genehmigte die Europäische Kommission für Lebensqualität und Lebensmanagement Projektmittel in der Höhe von zwei Mio. Euro für die nächsten drei Jahre.

Der Aqua-Chip wird die Wasserqualitätskontrolle von der mikrobiellen Steinzeit ins 21. Jahrhundert katapultieren, so Manfred Höfle von der Arbeitsgruppe Mikrobielle Ökologie. Wie alle Lebewesen haben auch Salmonellen, Legionellen oder Cholera-Erreger artspezifische Gene. Höfle und sein Team suchen für jeden der angegebenen Krankheitserreger nach solchen genetischen Markern. Teile dieser Gene, kurze DNA-Sequenzen, sollen auf einem speziellen Chip aufbracht werden. Zum Nachweis der Mikroorganismen wird aus den Wasserproben ein DNA-Mix aller darin enthaltenen Erreger isoliert und auf den Chip aufgebracht. Chip- und Bakterien-DNA einer Art reagieren miteinander. Diese Interaktion löst ein Signal aus, das entsprechend stärker wird, je mehr Bakterien in der Wasserprobe sind.

Bei herkömmlichen Tests müssen die Bakterien aus einer Wasserprobe zuerst vermehrt werden, um ihre Art zu bestimmen. Laut Forschern ist der Prozess langwierig und aufwändig, zudem lassen sich nur schlecht Rückschlüsse auf die Zahl der Krankheitserreger ziehen. Gerade zur Bestimmung der Badewasserqualität sei dies aber notwendig, weil dieses Wasser nie keimfrei ist. Seen, Flüsse und Meere sind die natürlichen Lebensräume von Mikroorganismen. Für den Menschen wird es erst kritisch, wenn sich bestimmte Arten übermäßig vermehren.

Am Projekt sind ferner das Centre Nationale de la Recherche Scientifique (CNRS), die Universität Nizza, Genolife S.A., die spanische Universität Rovira i Virgili und das Hydra Institut aus Österreich beteiligt.

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