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Erde|Umwelt Gesundheit|Medizin

Sicherheit für Pistenfreaks

Das Tragen von Helmen bringt beim Alpinski und Snowboarden einen deutlichen Sicherheitsgewinn: Das Risiko für Kopfverletzungen liegt bei den Helmträgern um sechzig Prozent niedriger als bei Fahrern ohne Helm, haben norwegische Forscher herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten die Verletzungen von rund 3.200 Wintersportlern auf norwegischen Pisten untersucht.

Die Forscher um Steinar Sulheim von der Norwegischen Schule für Sportwissenschaften in Oslo befragten in der Saison 2002 in acht norwegischen Skigebieten insgesamt rund 6.200 Wintersportler. Knapp die Hälfte davon hatten sich auf der Piste eine Verletzung zugezogen, darunter 580 eine Kopfverletzung. Das Tragen eines Helms reduziert das Risiko für Kopfverletzungen bei Skifahrern und Snowboardern um rund sechzig Prozent, ergab die Auswertung. Besonders das Risiko schwerer Kopfverletzungen lasse sich mit einem Helm entscheidend reduzieren, erklären die Forscher. Insgesamt haben Snowboarder ein um mehr als fünfzig Prozent höheres Risiko für Kopfverletzungen als Skifahrer.

Kopfverletzungen sind im Wintersport die häufigste Ursache für eine Aufnahme im Krankenhaus. Auch sind sie für die meisten tödlichen Unfälle auf der Piste verantwortlich. Unter den Profis ist das Tragen eines Helms daher längst Pflicht. Doch Kritiker einer Helmpflicht auch bei Freizeitsportlern führen immer wieder ins Feld, dass ein Helm die Sicht und das Hören behindere und außerdem auch vermehrt zu Halsverletzungen führen könne. Die norwegischen Forscher fanden allerdings in ihren Daten den Trend, dass ein Helm das Risiko für Halsverletzungen eher reduziert. Insgesamt sei daher für alle Altersgruppen und Leistungsniveaus das Tragen eines Helms sinnvoll, ähnlich wie beim Radfahren oder Inlineskaten.

Steinar Sulheim (Norwegische Schule für Sportwissenschaften, Oslo) et al.: JAMA, Bd. 295, S. 919 ddp/wissenschaft.de ? Martin Schäfer
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