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Spanische Ärztin fordert verstärkte Brustkrebsvorsorge bei Schwangeren

Schwangere erkranken genauso häufig an Brustkrebs wie andere Frauen. Der Krebs wird jedoch bei werdenden Müttern oft erst spät erkannt, warnt eine spanische Ärztin. Einer Studie zufolge sind daher zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren nötig. Das berichtet Blanca Hernando Fernandez de Aranguiz von der Universitätsklinik in Valencia auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie in Edinburgh.

Geburtshelfer sollten nicht nur um das Wohlergehen des ungeborenen Kindes bemüht sein, sondern auch die Gesundheit der Mutter nicht aus den Augen verlieren, mahnt die Medizinerin. Das Krebsrisiko in der Schwangerschaft werde oft missachtet und die Krankheit erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Das Wichtigste für eine erfolgreiche Behandlung sei aber eine frühe Diagnose, bevor der Krebs sich ausbreite. Viele Studien hätten bereits gezeigt, dass schwangere Frauen größere Tumore besäßen und dass diese schneller Metastasen bildeten als sonst.

Nicht nur die verzögerte Diagnose stellt bei Schwangeren ein Problem dar, sondern auch die hohe Rate an negativen Fehldiagnosen durch die Mammographie. Die falschen Ergebnisse sind dabei in erster Linie auf eine erhöhte Brustdichte während der Schwangerschaft zurückzuführen. Mittels Ultrasonographie lassen sich laut Hernando Knoten in der Brust werdender und stillender Mütter weitaus besser erkennen.

In ihrer Studie hatten Hernando und ihre Kollegen 18 schwangere Frauen mit Brustkrebs untersucht. Bei ihnen war der Krebs erst mit zehnwöchiger Verzögerung diagnostiziert worden. Er befand sich daher bereits im fortgeschrittenen Stadium. Alle Patientinnen unterzogen sich daraufhin einer Operation zur Entfernung der Knoten in der Brust und einer anschließenden Chemotherapie. Während vier der Frauen sich für eine Abtreibung entschieden, brachten die anderen gesunde Kinder auf die Welt.

Die Untersuchung zeigt, dass die Behandlung von Brustkrebs einer werdenden Mutter genauso erfolgreich und sicher sein kann, wie bei einer nicht schwangeren Frau. Auch nach der Geburt des Kindes kann die Chemotherapie fortgesetzt werden. Allerdings sollten die Mütter ihre Kinder dann nicht selbst stillen.

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ddp/bdw ? Christine Harbig
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