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Erde|Umwelt

Tot präpariert

Das Präparieren von Fossilien, um Ausstellungsstücke für Museen zu bekommen, reduziert drastisch die Chance, aus ihnen originale DNA zu gewinnen, um wichtige Informationen über ausgestorbene Arten zu erhalten. Darauf hat die Paläogenetikerin Eva-Maria Geigl vom Institut Jacques Monod in Paris hingewiesen. Die deutsche Forscherin macht dafür vor allem das Waschen der Fundstücke mit chemischen Lösungen und das Lagern bei zu hoher Temperatur verantwortlich.

Geigl und ihr Team hatten die 3200 Jahre alten Knochen eines Auerochsen (Bos primigenius) untersucht. Die Fossilien des Tiers waren in zwei Etappen geborgen worden: 1947 und 2004. Die älteren Überreste waren für ein Museum präpariert worden, die jüngeren lagerten unbearbeitet unter sterilen Bedingungen bei minus 20 Grad Celsius.

Während die Wissenschaftler in den jüngeren Knochen DNA entdeckten, konnten sie aus den Funden von 1947 keine Erbinformationen gewinnen. „In 57 Jahren wurde mehr DNA vernichtet als in den 3200 Jahren zuvor“, beklagt Geigl. Sie fordert schonendere Präparationsmethoden, da Fossiliensammlungen von Museen eine wichtige wissenschaftliche Quelle sind.

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Pho|to|ef|fekt  〈m. 1〉 = Fotoeffekt

Bin|de|ge|we|be  〈n. 13; unz.; Anat.〉 Stützgewebe aus Zellen u. Fasern, das zum Aufbau des Körpers dient u. Bänder u. Sehnen bildet

Bi|pe|die  〈f. 19; unz.〉 Zweifüßigkeit [<lat. bis … mehr

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