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Erde|Umwelt

Untreue Salamander werden hart bestraft

Bei Rotrücken-Waldsalamandern hängt der Haussegen schief, wenn das Männchen nach einem Seitensprung nach Hause zurückkehrt. Das vernachlässigte Weibchen empfängt die Männchen feindselig und wird unter Umständen sogar gewalttätig, haben amerikanische Wissenschaftler beobachtet. Über ihre Studie berichtet das britische Fachmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe.

Bei der Heimkehr des treulosen Männchens stellt sich das Weibchen in Positur, um möglichst groß und drohend zu erscheinen. Manchmal beißen die sitzen gelassenen Weibchen sogar zu, stellten Ethan Prosen von der Universität von Louisiana in Lafayette und seine Kollegen fest. Sie beobachteten Salamander-Pärchen, die in Freiheit bereits einige Zeit zusammengelebt hatten. Die Männchen setzten sie über Nacht entweder in einen leeren Container oder zu einem fremden Weibchen. Dabei reagierten die Weibchen besonders aggressiv, wenn die Männchen die Nacht bei einer Anderen verbracht hatten. Pheromone des fremden Weibchens, die an der Haut des Männchens haften, lösen diese Feindseligkeit aus.

Das aggressive Verhalten der Weibchen diene dazu, Monogamie durchzusetzen, nimmt Prosen an. Die Eifersucht beruhe dabei auf Gegenseitigkeit: Auch die Männchen bestrafen ihre Weibchen, wenn sie fremdgegangen sind. Weshalb die Weibchen bei ihren Männern auf Treue bestehen, ist noch nicht geklärt. Bei der Brutpflege etwa kommen diese ihnen nicht zur Hilfe. Vielleicht versuchen die Weibchen, ihre Partner davon abzuhalten, fremde Weibchen in ihr Territorium zu bringen, vermutet der Wissenschaftler. Dies würde Konkurrenz bei der Suche nach Nahrung und Unterschlupf bedeuten.

Die Studie wird in der nächsten Ausgabe des Fachmagazins Animal Behaviour erscheinen.

ddp/bdw ? Katharina Vogelmann
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