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Erde|Umwelt

US-Indianer wollen ihre Wasserquellen für mindestens sieben Generationen schützen

Seit Tausenden von Jahren nutzen die bei Seattle lebenden Nordwest-Pazifik-Indianer das Wasser, das ihr Insel-Reservat umgibt. Jetzt droht die Umweltverschmutzung die Quelle, aus der sie ihre Nahrung beziehen, zu zerstören. Daher haben sie sich an Geologen gewandt mit der Bitte, sie bei der Erarbeitung von Maßnahmen zu unterstützen, mit deren Hilfe die Zerstörung ihres Lebensraums aufgehalten werden kann, und zwar mindestens für sieben Generationen.

Auf zwei Kongressen Ende Juni in Edinburgh (Schottland) und in London wird David R. Fuller die Ansätze und Projekte vorstellen, bei denen modernes geologisches Wissen und alte indianische Naturverbundenheit miteinander verknüpft sind. Fuller wurde zum Wasserressourcen-Manager des Port-Gamble-S’Kallam-Stammes und des Suquamish-Stammes berufen.

Ein Beispiel für die Unterstützung der Indianerstämme ist die Beobachtung der Feuchtgebiete. Dazu gehören wöchentliche Wasserstandsmeldungen und Verzeichnisse über die Vegetation sowie eine Analyse der Wechselwirkung zwischen Wasserstand, Wasserqualität und Vegetation. Ein weiteres Problemfeld ist eine ausufernde Mülldeponie in der Nähe des Reservats, über der sich giftige Wolken bilden. Hier engagiert sich der Port-Gamble-S’Kallam-Stamm mit dem Bundesstaat Washington, der Landeigentümer ist, zu einer Problemlösung zu kommen. Ein drittes Projekt ist der Schutz der ausgedehnten Lachswanderung vor Landerschließungsmaßnahmen im zentralen Puget Sound.

„Die Stammes-Aktivitäten und die technische Beteiligung haben entscheidenden Einfluss auf das regionale Wasserressourcen-Programm“, erklärt Fuller. „Der Suquamish- und der Port-Gamble-S’Klallam-Stamm haben eine Führungsrolle bei lokalen und staatlichen Wasserressourcen-Studien, -Plan-Komitees und technischen Beratungskomitees übernommen.“ Auch Fuller hat bei dieser Arbeit von den Indianern gelernt: „Indem ich die Perspektive des Indianerstammes annahm, habe ich das ganze Bild in einem großen Zeitrahmen gesehen. Die meisten meiner ‚Klientel‘ sind ja noch gar nicht geboren und es wird überhaupt noch eine Zeit dauern, bis sie auf der Welt sind.“

Doris Marszk
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