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Jahresvogel 2023

Vogelfreunde zur Wahl aufgerufen

Das Online-Vogel-Wahllokal ist wieder eröffnet: Diese fünf Kandidaten gehen ins Rennen für den Titel „Vogel des Jahres 2023“.

Der aktuelle „Amtsinhaber“ ist der Wiedehopf – wer soll nun im kommenden Jahr der Symbolträger für die bedrohte Vogelwelt Deutschlands werden? Erneut präsentieren die Veranstalter der Aktion „Vogel des Jahres“ fünf Kandidaten, unter denen jeder seinen Favoriten bis zum 27. Oktober online auswählen kann. Ins Rennen gehen Braunkehlchen, Neuntöter, Teichhuhn, Trauerschnäpper und Feldsperling. Diese Arten treten für bestimmte „Wahlkreise“ – ihre Lebensräume an. Die Vogelexperten haben ihnen jeweils auch einen „Wahlspruch“ zugeordnet, der für ein bestimmtes Naturschutzthema steht.

Bereits seit 1971 steht jedes Jahr ein Vogel im Rampenlicht: Mit dem Vogel des Jahres wollen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) auf die Sorgen und Nöte der gefiederten Bewohner unseres Landes aufmerksam machen. Bis 2020 haben Experten die jeweilige Vogelart ausgesucht – doch dann entschieden sich die Veranstalter zu einer Demokratisierung: Vogelfreunde können durch ihre Stimmabgabe unter www.vogeldesjahres.de mitentscheiden, wer zum Symbolträger im folgenden Jahr ernannt wird. Die Experten des NABU suchen dazu unter den mehr als 300 Vogelarten Deutschlands jeweils fünf aus, für die abgestimmt werden kann.

Im vergangenen Jahr haben mehr als 143.000 Menschen an der Wahl teilgenommen und dabei den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gekürt. „Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an Naturschutz und der heimischen Vogelwelt so groß ist. Jetzt können wieder alle mitentscheiden, wer die Krone der Vogelwelt 2023 tragen soll“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Erneut steht jeder der fünf aktuellen Kandidaten für ein Naturschutzthema, das mehr Aufmerksamkeit braucht. „Vor allem bedrohen Klimakrise, Insektenschwund, intensive Landwirtschaft und der Verlust von naturnahem Grün die Bestände unserer Vogelarten“, sagt Miller.

Fünf gefiederte Stars zur Auswahl

Für den „Wahlkreis“ feuchte Wiesen, Brachen und Feldränder tritt das Braunkehlchen Saxicola rubetra an. Diese Zugvögel kommen jedes Jahr im April nach einer über 5000 Kilometer langen Reise aus Afrika in Deutschland an. Sie bauen ihre Nester in blütenreichen Wiesen und Brachen am Boden. Mit oft gemähten und intensiv genutzten Flächen haben sie entsprechend ein Problem, weshalb der Bestand des Braunkehlchens seit Jahrzehnten zurückgeht. Dieser Kandidat tritt deshalb mit dem Slogan an: „Wiesen wieder wilder machen!“

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Beim nächsten Kandidaten handelt es sich um einen Vogel, der für seinen skurrilen Umgang mit seiner Beute bekannt ist: Der Neuntöter (Lanius collurio) spießt Insekten und sogar Mäuse an Weißdorn- und Brombeerstacheln auf, um Vorräte anzulegen. Leider hat er dazu immer weniger Gelegenheit in seinem Lebensraum, der aus Hecken und Sträuchern sowie dem Brach- und Offenland besteht. Das liegt am Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, der eine der Hauptursachen für den Insektenschwund ist, schreibt der NABU. Dieser Kandidat „verkündet“ deshalb: „Schnabel auf für mehr Insekten!“

Weiter geht es mit dem Lebensraum See, Teich, Sumpf und Fluss. Für diesen „Wahlkreis“ nominieren die Vogel-Experten das Teichhuhn (Gallinula chloropus). Im Gegensatz zum häufigeren Blässhuhn ist es lieber im geschützten Uferdickicht stiller Gewässer unterwegs. Aber leider müssen Schilf, Büsche und Bäume oft zubetonierten oder kahlen Flächen weichen und Flüsse werden begradigt. Dem Teichhuhn legt der NABU deshalb in den Schnabel: „Lasst es wuchern an Ufern!“

Online-Vogel-Wahllokal bis zum 27. Oktober geöffnet

Beim vierten Kandidaten handelt es sich um einen Piepmatz, der bereits letztes Jahr nominiert war – dem die Veranstalter nun aber offenbar eine zweite Chance geben wollen: Der Feldsperling Passer montanus steht für lichte Wälder, Streuobstwiesen sowie Gärten und Parks. Es handelt sich um den kleineren Bruder des etwas kräftigeren Haussperlings, dem er bei Konkurrenz unterliegt. Er ist mehr auf bunte Grünflächen mit alten Bäumen angewiesen und auf Gärtner, die mehr Natur zulassen. Darum heißt sein Wahlspruch: „Wilder Garten für mehr Arten!“

Abgerundet wird die Vogelschar der Nominierten vom Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca). Der trotz seines Namens fröhliche Luftakrobat fängt in Wäldern und baumreichen Gegenden und Parks sein Insekten-Futter im Flug aus der Luft. Neben dem Rückgang seiner Beute hat dieser Vogel ein weiteres Problem: Weil der Frühling durch den Klimawandel immer früher beginnt, geht der Trauerschnäpper bei der Suche nach Bruthöhlen zunehmend leer aus. Denn wenn er aus seinem Winterquartier in Afrika zurück ist, sind viele Baumhöhlen und Nistkästen schon besetzt. Sein Slogan lautet deshalb: „Schnappt zu für mehr Klimaschutz!“

Wer mitentscheiden will, welcher Kandidat 2023 im Rampenlicht stehen soll, kann nun bis zum Vormittag des 27. Oktober unter www.vogeldesjahres.de abstimmen. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben, schreibt der NABU.

Quelle: NABU

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