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Erde|Umwelt

Walrosse sind Rechtsflosser

Nicht nur der Mensch, auch Walrosse neigen zur Rechtshändigkeit: Wenn die Meeressäuger bei der Futtersuche im Meeresboden nach Muscheln graben, tun sie dies bevorzugt mit ihrer rechten Flosse. Das hat ein internationales Forscherteam bei wilden Walrossen beobachtet. Ihre Forschungen schildern die Biologen um Nette Levermann von der Universität Kopenhagen in der Online-Fachzeitschrift Biomedcentral Ecology (Ausgabe vom 23. Oktober).

Walrosse ernähren sich von wirbellosen Meerestieren, besonders lieben sie Muscheln. Da diese bis zu 40 Zentimeter tief im Meeresboden eingegraben sein können, haben die Tiere verschiedene Techniken entwickelt, um die Muscheln auszugraben. Das hielten die Biologen bei mehreren Tauchgängen vor Nordostgrönland mit der Kamera fest.

Zwei Drittel der Zeit der beobachteten Futtersuche benutzten die Walrosse ihre rechte Flosse, um das Sediment zu entfernen, berichten Levermann und ihre Kollegen. In nur vier Prozent der Zeit wühlten sie mit ihrer linken Flosse, in etwa einem Drittel der Zeit stöberten sie mit ihrer Schnauze im Boden wie ein Schwein auf der Suche nach Trüffeln. Ganz selten ? nur ein Prozent der Dauer der Futtersuche ? bliesen sie Wasser aus ihrem Mund, um den Boden aufzuwühlen.

Walrosse sind die ersten Meereslebewesen, bei denen die Bevorzugung einer Flosse nachgewiesen werden konnte, schreiben die Forscher. „Die Verwendung von Werkzeugen ist also keine Voraussetzung dafür, dass die Gliedmaßen einer Körperseite bevorzugt werden“, sagen die Wissenschaftler.

Die Rechtsflossigkeit zeigte sich auch in der Länge der Gliedmaßen: Die Flossen auf der rechten Seite sind länger als die auf der linken, stellten die Forscher beim Vergleich von 13 Walrossskeletten fest.

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ddp/bdw – Ute Kehse
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