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Erde|Umwelt

Weizen-Wunder

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Die Entschlüsselung des Weizengenoms soll noch leistungsfähigere Sorten ermöglichen.
Englischen Wissenschaftlern ist es gelungen, das Weizengenom nahezu vollständig zu entschlüsseln. Ihr Wissen um die ungefähre Abfolge der einzelnen Erbgutbausteine des Getreides wollen die Forscher nun Züchtern zugänglich machen. Das Ziel: Die Entwicklung noch leistungsfähigerer Weizensorten. Während die Sequenzierung des menschlichen Genoms noch ganze 15 Jahre in Anspruch nahm, benötigten die Wissenschaftler für das Weizengenom lediglich ein Jahr ? obwohl es mit geschätzten 100.000 Genen um ein Vielfaches größer ist als das des Menschen. Das sei den großen Fortschritten in der DNA-Technologie zu verdanken, erklären Neil Hall von der University of Liverpool und sein Team in einer Mitteilung der Universität.

Stellvertretend für alle Weizenarten hatten die Wissenschaftler den Saat-Weizen (Triticum aestivum) gewählt, auch Weich-Weizen genannt. Dieser zählt zu den am häufigsten angebauten Arten. Neben Reis und Mais ist Weizen eines der wichtigsten Getreide weltweit ? sowohl für die menschliche Ernährung als auch als Tierfutter.

Die jetzt veröffentlichte Sequenz ist eine Art grober Entwurf, der etwa 95 Prozent des Weizengenoms umfasst. In den nächsten Schritten wollen die Forscher auch dem Aufbau der restlichen Sequenzen und der Organisationsstruktur des Erbguts auf die Spur kommen. ?Die nun zusammengetragenen Informationen werden von unschätzbarem Wert sein, um den weltweiten Nahrungsmangel zu bekämpfen?, ist Neil Hall überzeugt.

Die Wissenschaftler haben zudem bereits mit der Suche nach genetischen Variationen zwischen den verschiedenen Weizenarten und -sorten begonnen. Auf diese Weise wollen sie letztendlich die Gene finden, die für die entscheidenden Eigenschaften des Getreides verantwortlich sind. Dazu zählt in erster Linie der Ertrag, aber auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. In Zeiten des Klimawandels gehöre zudem ein möglichst geringer Wasserbedarf zu den Zuchtzielen, damit die Erträge auch in Dürreperioden nicht einbrechen, erklären die Forscher.

Pressemitteilung des Biotechnology and Biological Sciences Research Council ddp/wissenschaft.de ? Mascha Schacht
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