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Wer schläft, sündigt nicht – und wird nicht so dick

Langschläfer sind seltener übergewichtig als Kurzschläfer. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie amerikanischer Forscher mit 18.000 Teilnehmern hervor: Probanden mit weniger als vier Stunden Schlaf pro Nacht hatten ein über 70 Prozent höheres Risiko für Übergewicht als Teilnehmer, die zwischen sieben und neun Stunden schliefen. Wahrscheinlich verändert das geringe Schlafpensum die Mengen der Appetithormone Ghrelin und Leptin, vermuten James Gangwisch von der Columbia-Universität in New York und seine Kollegen. Die Forscher stellen ihre Ergebnisse auf der Jahrestagung der North American Association for the Study of Obesity in Las Vegas vor.

Bei fünf Stunden Schlaf pro Nacht war das Risiko für Übergewicht noch etwa 50 Prozent und bei sechs Stunden 23 Prozent höher als bei den häufig empfohlenen sieben bis neun Stunden, berichten die Wissenschaftler. „Dieses Ergebnis scheint etwas unerwartet, da Menschen, die weniger schlafen, ja eigentlich mehr Kalorien verbrennen“, kommentiert Studienleiter Gangwisch. Er und seine Kollegen vermuten jedoch, dass der Effekt nicht von der Menge der körperlichen Aktivität abhängt, sondern eher durch eine Beeinflussung der Regelkreise zur Nahrungsaufnahme verursacht wird.

So ist aus früheren Studien beispielsweise bekannt, dass Schlafentzug die Leptinmenge im Blut vermindert und den Ghrelinspiegel erhöht. Diese beiden Hormone regulieren Appetit und Hungergefühl: Leptin unterdrückt den Appetit und vermittelt im Gehirn ein Gefühl der Sättigung, während Ghrelin das Verlangen nach Essen steigert.

Nach Ansicht von Gangwisch und seinen Kollegen könnte diese Regulation noch aus der Frühzeit des Menschen stammen. Möglicherweise diente sie dazu, im Sommer, wenn die Nächte kurz und das Nahrungsangebot reichhaltig ist, Fettpolster als Reserven für die dunklen, mageren Wintermonate anzulegen. „Daher könnte zu wenig Schlaf den Körper dazu bringen, die Nahrungsaufnahme zu steigern und Fett zu speichern.“

ddp/bdw ? Ilka Lehnen-Beyel
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