Geschichte(n) ausgestellt (Serie, Teil 9) 7,4 Millionen Euro für die historische Forschung - wissenschaft.de
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Geschichte(n) ausgestellt (Serie, Teil 9)

7,4 Millionen Euro für die historische Forschung

Die Gerda Henkel Stiftung hat im vergangenen Jahr rund 7,4 Millionen Euro für 365 Forschungsvorhaben, vor allem im Bereich der Historischen Geisteswissenschaften, bewilligt. Damit fördert die Stiftung gegenwärtig rund 940 wissenschaftliche Projekte in 33 Ländern. Der nun vorliegende Jahresbericht 2009 stellt Forschungsergebnisse und neue Initiativen vor und bietet eine Übersicht über die neuen und laufenden Projekte an 153 Wissenschaftsstandorten.

„Die thematische Vielfalt und geographische Breite unserer Arbeit haben weiter zugenommen“, so Dr. Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung. Für Wissenschaftler, die nicht ausschließlich historisch arbeiten, hat die Stiftung im Jahr 2009 erstmalig den Förderschwerpunkt „Islam, moderner Nationalstaat und transnationale Bewegungen“ ausgeschrieben. Rund 70 Anträge gingen in der Geschäftsstelle ein. Die Stiftungsgremien sprachen acht Bewilligungen mit einem Gesamtvolumen von 500.000 Euro aus. Die Gerda Henkel Stiftung wird diesen Förderschwerpunkt weiter ausbauen und auch künftig Untersuchungen zur Entstehung politischer Bewegungen in der islamischen Welt anregen.

Beispielhaft für das Engagement der Stiftung im Ausland sind die archäologischen Arbeiten im griechischen Kalapodi. Das Heiligtum von Kalapodi gilt als eine der aktuell wichtigsten archäologischen Stätten in Griechenland. Seit 2004 ist ein Team der Abteilung Athen des Deutschen Archäologischen Instituts unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf-Dietrich Niemeier mit der Ausgrabung einer für das griechische Festland einzigartigen kontinuierlichen Abfolge von Kultbauten beschäftigt. Prof. Niemeier konnte Kalapodi inzwischen als Sitz des Orakels des Apollon von Abai identifizieren, neben Delphi und Didyma das bedeutendste Heiligtum Griechenlands. Die Archäologen haben die Grabungsarbeiten in 2009 im Rahmen eines von der Stiftung erstmals angebotenen Filmprojekts mit der Kamera festgehalten. Die Ergebnisse sind in zehn dreiminütigen Episoden in dem neuen Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung zu sehen (http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de > L.I.S.A.video).

Ein besonderes Anliegen der Gerda Henkel Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 1976 ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Vierzig Doktorandinnen und Doktoranden wurden 2009 neu in die Förderung aufgenommen, unter ihnen Lars Schladitz, der an der Universität Erfurt promoviert. Herr Schladitz widmet sich im Rahmen eines zweijährigen Promotionsstipendiums dem japanischen Walfang zwischen 1868 und 1934 und stellt den globalen Transfer von Wissen über Wale, Walfang und den Ozean in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Tagebücher und Briefe von Walfängern dienen ihm ebenso als Quellenbasis wie Logbücher und Veröffentlichungen von Naturforschern, die auf die Bedeutung von Walen im System der Meeresforschung eingehen.

Quelle: Gerda Henkel Stiftung
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