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Geschichte|Archäologie

Archäologen graben vom Unglück verfolgte Kirche in der Türkei aus

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In der Türkei haben Archäologen die Überreste einer Kirche aus dem vierten Jahrhundert gefunden, die seit dem ersten Spatenstich offenbar unter einem schlechten Stern stand: Zwei Erdbeben suchten sie heim, Schlamm überschwemmte wertvolle Fußbodenmosaike und ein Erdrutsch drohte sie wegzureißen, berichtet die britische Universität Warwick. Bis heute ist das Gelände sehr unsicher, und die wertvollen Mosaike drohen ins Meer abzurutschen.


Der Standort war offenbar unglücklich gewählt. Schon während des Baues der Kirche jagte ein Unglück das andere, ergaben die Untersuchungen des britischen Archäologen Stephen Hill von der Universität Warwick. Als ein Großteil der Hauptstrukturen fertiggestellt war, beschädigte das erste Erdbeben die Süd- und die Westseite der Kirche. Die Erbauer versiegelten die Zugänge zu den von Schutt blockierten Teilen, bauten aber unverzagt weiter am Rest des Gebäudes.

Ein sintflutartiger Regen überschwemmte zudem gerade vollendete Bodenmosaike, liest Hill aus den Überresten. Nachdem ein zweites Erdbeben die Kirche getroffen hatte, als die Erbauer sie soeben mit dekorativen Skulpturen ausgestattet hatten, suchte ein Erdrutsch den Bau heim. Später diente die vom Unglück verfolgte Kirche dann vermutlich noch als Opiumhöhle: In einem Vorbau fanden die Archäologen Spuren aus dem Mittelalter: Mohnsamen und Opiumpfeifen.

Die Kirche stand auf der Spitze einer Klippe Küste des Schwarzen Meeres. Zunächst hatten Archäologen des türkischen Museums in Sinop Teile römischer Mosaike gefunden, die sie auf den Standort aufmerksam machten. Der hinzugezogene Archäologe Stephen Hill entdeckte dann, dass dies der Standort einer großen bisher unbekannten Kirche aus den vierten Jahrhundert war. Hill fand Hinweise darauf, dass der Bau von christlichen Wallfahrern stammte und dem Heiligen Phocas gewidmet war, einem Schutzpatron der Gärtner und Seefahrer.

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ddp/bdw – Cornelia Pfaff
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