Bachs Stimmen - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Geschichte+Archäologie

Bachs Stimmen

Auf eine 800-jährige Tradition blickt der Leipziger Thomanerchor zurück, Grund genug, ihm die Ausstellung „Cantate“ im Stadtgeschichtlichen Museum zu widmen. In zehn Sektionen wird bis zum 23. September die Geschichte des bekanntesten Leipziger Exportartikels vorgestellt.

Am Anfang stand die Gründung des Augustinerchorherren-Stifts im Jahr 1212. Angegliedert war die Thomasschule, in der zwölf, später 24 arme Knaben ihren Unterricht mit Singen im Gottesdienst verdienten. Später sang der Chor auch bei öffentlichen Anlässen wie Hochzeiten und Beerdigungen, sogar bei Hinrichtungen. Bestimmend für die Geschichte des Chores wurde die Tätigkeit Johann Sebastian Bachs als Thomaskantor; der Pflege der Bach’schen Musik fühlt man sich bis heute stark verbunden. Kritische Blicke vermeidet die Ausstellung nicht: Die Rolle des Chores (und seiner Leiter) in der NS-Zeit, die Versuche in der DDR-Zeit, den Chor aus seiner konfessionellen Bindung zu lösen, und die Tätigkeit eines Leiters als IM (Inoffizieller Mitarbeiter) der Stasi, aber auch der oft harte Alltag der Internatsschüler (bis hin zu Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs) bilden weitere Themen.

Quelle: Dr. Heike Talkenberger
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

So|phis|tik  〈f.; –; unz.〉 1 〈Philos.〉 Lehre der Sophisten 2 〈abwertend〉 Scheinweisheit, spitzfindige Weisheit, Spitzfindigkeit ... mehr

Ago|ra|pho|bie  〈f. 19; unz.; Psych.〉 krankhafte Angst, einen freien Platz (in der Stadt) zu überschreiten; Sy Platzangst ... mehr

Fo|to|al|bum  〈n.; –s, –al|ben〉 Album für Fotografien

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige