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Forschung

Bayern und Italien

Ludwig Gebhardt: Ansicht von Torbole am Gardasee, Gemälde, 2. Hälfte 19. Jh. Foto: © Pinacoteca, Museo Riva del Garda, Standort Landesausstellung: Augsburg, Bayerisches Textil- und Industriemuseum

Bayern und Italien sind durch eine lange Geschichte miteinander verbunden, eine Geschichte von Herrschern und Händlern, Heiligen und Künstlern, Reisenden und Gelehrten: Im Kloster St. Mang in Füssen, das am Fuß der Alpen nahe Schloss Neuschwanstein und der Wieskirche liegt, werden die bayerisch-italienischen Verbindungen von der Antike bis ins frühe 19. Jahrhundert gezeigt. Über die Via Claudia kamen Waren und neue Götter nach Bayern. Bayerische Handelshäuser hatten ihren Sitz in Venedig, und die italienische Barockkunst hielt Einzug in Bayerns Kirchen und Klöster. In Augsburg wird die Geschichte im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim) bis in die Gegenwart fortgeführt: Die Sehnsucht nach Kultur, Sonne und Meer zog die Italienreisenden seit dem 19. Jahrhundert gen Süden. Dagegen lockte das Versprechen eines besseren Lebens viele Italiener in den Norden. Weiterhin werden im Maximilianmuseum „das Welsche und das Deutsche“ in der Kunst des 15./16. Jahrhunderts beleuchtet. Italienische Impulse prägten in der Reichsstadt Augsburg Kunst und Architektur und hinterließen nachhaltige Spuren, die vom Maximilianmuseum aus in der Stadt erschlossen werden können.

Zu der Ausstellung ist ein sehr schön gestalteter Katalog erschienen. Darin sind nicht nur die Exponate in hoher Qualität und auf Glanzpapier wiedergegeben, sondern das Thema der Ausstellung wird darüber hinaus in einleitenden Aufsätzen näher umrissen. Auch die Beschreibungen der Exponate sind sehr ausführlich, so dass der Katalog auch jenen Interessierten, die die Ausstellung nicht besuchen können, zu empfehlen ist.

Bildnachweis/-unterschrift Bilderwechsler: Das Benediktinerkloster St. Mang in Füssen, Foto: © Füssen Tourismus und Marketing / Rainer Paulick, Füssen.

Der zwischen 1696 und 1726 errichtete Barockbau war vor allem ein Werk des auch in Italien ausgebildeten Johann Jakob Herkommer (1652-1717). Venezianische Vorbilder flossen etwa bei der Umgestaltung der Klosterkirche ein.

Quelle: Haus der Bayerischen Geschichte
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