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Geschichte+Archäologie

BUNTE Steinzeit

Die Vorfahren der modernen Menschen waren farbenfroher gekleidet, als es ihnen die Forscher zubilligen. Das lässt ein Fund von Eliso Kvavadze vom Georgischen Nationalmuseum in Tiflis vermuten. Der Wissenschaftler entdeckte Flachsfasern, die über 30 000 Jahre alt sind. Eigentlich war Kvavadze an ganz anderem interessiert: Er hatte rund um die Dzudzuana-Höhle Bodenproben gesammelt, um Klima und Vegetation vor 30 000 Jahren zu rekonstruieren. Unter dem Mikroskop entdeckte er dann plötzlich bearbeitete Flachsfasern. Vermutlich hatten die steinzeitlichen Jäger und Sammler im heutigen Georgien die wilden Lein-Pflanzen gesammelt, gesponnen und zu Stoffen verwoben, meint der Wissenschaftler.

Bei den prähistorischen Modedesignern spielte die Optik offenbar eine Rolle: Zum Färben nutzten sie natürliche Pigmente, die sie beispielsweise aus Wurzeln gewannen. Gelb, rot, grün oder rosa wurden verwendet. Die Steinzeitler kamen also keineswegs in dem einheitlich tristen Braun daher, wie Illustrationen es oft nahelegen.

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