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Geschichte+Archäologie

DAMALS-Podcast, Folge 23: Das Drama der Boat-People

Am 2. Juli 1976 wurde Vietnam unter kommunistischer Herrschaft wiedervereint. Für Hunderttausende Menschen war dies das endgültige Signal zur Flucht – meist in winzigen Booten übers Meer. Die Ära der Boat-People begann.

Nachdem die Kommunisten den Jahrzehnte währenden Vietnamkrieg für sich entschieden hatten, fürchteten viele Menschen gerade in Südvietnam, die mit den US-Amerikanern zusammengearbeitet hatten, um ihr Leben. Die USA brachten einen großen Teil davon in Sicherheit. Aber auch Hunderttausende aus den anderen Bevölkerungsteilen, darunter viele Angehörige der chinesischen Minderheit im Land, fürchteten die neuen Machthaber so sehr, dass sie sich auf die gewagte Tour übers Südchinesische Meer wagten, in der Hoffnung, irgendwo einen sicheren Hafen zu finden. Neben den Gefahren des Meeres lauerten Piraten auf die Flüchtlinge. Zehntausende Boat-People ertranken, weil ihre Nussschalen sanken, oder sie wurden von den Freibeutern ausgeraubt und oft getötet.

Das Podcast-Team stellt das Fluchtdrama in den großen Zusammenhang der Kriege im Südostasien dieser Jahre, sortiert dabei die diversen Konfliktherde und liefert die jeweiligen Hintergründe. Die internationale Gemeinschaft konnte damals nach einiger Zeit des Zögerns das Elend nicht länger ignorieren. Eine UN-Konferenz zur Flüchtlingskrise legte im Sommer 1979 die Grundlagen für umfassende Hilfe – neben Finanzzusagen und der Organisation der Hilfsleistungen wurden Aufnahmeländer für die Boat-People gesucht. Die meisten Vietnamesen kamen in den USA, in Kanada oder in Australien unter. Kleinere Kontingente fanden aber auch Aufnahme in Deutschland, aus dem Meer gefischt nicht zuletzt vom deutschen Schiff „Cap Anamur“. Zwar fügten sich die Flüchtlinge oft sehr schnell in die hiesige Gesellschaft ein, aber auch hier stießen sie teils auf Ablehnung.

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Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

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Kno|chen|mehl  〈n. 11; unz.; Med.〉 gemahlene Knochen, die vorher durch Dämpfen entleimt worden sind, als Beifutter, bes. in der Pelztierzucht

Ar|kan|sit  〈m. 1; unz.; Min.〉 Mineral mit metallartigem Glanz [nach dem Staat Arkansas ... mehr

for|mal  〈Adj.〉 1 die Form betreffend, auf einer Form beruhend 2 nur der Form nach vorhanden, nicht der Wirklichkeit entsprechend ... mehr

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