Der URMenschen-JÄGER - wissenschaft.de
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Der URMenschen-JÄGER

Der Äthiopier Yohannes Haile-Selassie hebt die fossilen Schätze seines Landes. Weltberühmt machte ihn die 4,4 Millionen Jahre alte Urzeit-Lady „Ardi“.

In Yohannes Haile-Selassies Büro im Keller des Naturkundemuseums von Cleveland, US-Bundesstaat Ohio, steht ein großer dunkelgrüner Tresor. Der Kurator für Anthropologie zieht eine flache Kiste heraus. Auf rosa Schaumstoff ruhen zahlreiche Gebeine. „Das hier ist der Oberschenkelknochen von Lucy“, sagt Haile-Selassie. „Natürlich eine Kopie“, fügt er hinzu. Denn Lucy, die berühmte Urzeitdame der Art Australopithecus afarensis, ist längst nicht mehr hier. Sie lag einige Jahre in eben diesem Safe. Das war Ende der 1970er-Jahre, als Lucys Entdecker, der US-Amerikaner Donald Johanson, in dem kleinen Büro seine Veröffentlichung über das zu jener Zeit besterhaltene und mit 3,2 Millionen Jahren älteste Vormenschenskelett vorbereitete.

Mittlerweile dürfen derart kostbare Fossilien nur noch in Ausnahmefällen ihr Fundland Äthiopien verlassen. Überhaupt ist heute vieles anders: Haile-Selassie gehört zu der zweiten Generation gebürtiger Äthiopier, die in ihrem an Fossilien reichen Land selbst auf die Jagd gehen, die Funde untersuchen und nicht zuletzt den Ruhm dafür einstreichen. Dabei steht Haile-Selassie seinem prominenten Vorgänger Johanson in nichts nach. 1994 erspähte er im Staub der äthiopischen Afar-Senke die ersten Knochen von „Ardi“. Diese Urzeit-Lady der Art Ardipithecus ramidus stellt selbst Lucy in den Schatten: Ihr Skelett ist nicht nur vollständiger erhalten, sondern mit 4,4 Millionen Jahren auch um einiges älter. Und doch ging Ardi schon aufrecht. Das ist ein wesentliches Merkmal der Hominiden, der Menschenfamilie (siehe Kasten „Ardi – zwischen Mensch und Affe“).

VIER FUNDE AUS VIER MILLIONEN JAHREN

Damit nicht genug. 1997 entdeckte Haile-Selassie einige Knochen von Ardipithecus kadabba. Diese Art ist mit knapp sechs Millionen Jahren viel älter als Ardi, ging aber wohl auch schon auf zwei Beinen. 2005 fand der äthiopische Paläontologe ein weiteres Skelett von Lucys Art Australopithecus afarensis. Ein anderes wichtiges Fossil – einen Holotypus, also den ersten gefundenen Vertreter seiner Art – hat Haile-Selassie bereits in den 1990er-Jahren aufgespürt: Australopithecus garhi lebte vor 2,5 Millionen Jahren. Er könnte der Abkömmling von Lucy gewesen sein, aus dem unsere Gattung Homo hervorging.

Vier bedeutende Funde, die fast vier Millionen Jahre der frühen Menschheitsgeschichte umspannen – das ist Yohannes Haile-Selassies Visitenkarte. Der 50-Jährige füllt das Büro seines Vorgängers voll aus. Lächelnd lehnt er sich in seinem Sessel zurück. Seine Kollegen in Cleveland nennen ihn „bescheiden“ . Es stimmt schon: So großspurig wie Johanson, der sich gerne im Scheinwerferlicht sonnte, ist Haile- Selassie nicht. Aber er strahlt den Stolz von jemandem aus, der weiß, dass er es geschafft hat. Einen „Star“ nennt ihn Bruce Latimer, bis zum letzten Jahr Direktor des Museums in Cleveland. Er hat Haile-Selassie 2002 eingestellt.

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Haile-Selassies Heimatland Äthiopien ist in einer Hinsicht eines der reichsten der Welt: wenn es um Hominidenfossilien geht. Ardis Fundort liegt gut 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Addis Abeba in einer steinigen, von wenigen Bäumen bewachsenen Ödnis westlich des Flusses Awash. Nur wenige Kilometer entfernt wurde Lucy ausgegraben. Die Gegend gehört zur Afar- Senke. Vor 26 Millionen Jahren begannen hier drei Erdplatten auseinanderzudriften. In die entstehende Tiefebene wurden in den folgenden Jahrmillionen durch Regen stetig Sedimente gespült – ideale Bedingungen für die Versteinerung von organischer Materie. Das ist der Grund, warum in der Afar-Senke so viele Relikte von Frühmenschen gefunden wurden. Vielleicht ist hier die Wiege der Menschheit. Vielleicht wurden die ersten Menschenartigen hier aber auch nur besser als anderswo konserviert. Heute legt die Erosion ihre Knochen Jahr für Jahr allmählich frei.

Glück gehabt

Der junge Yohannes Haile-Selassie hatte nicht vor, die Suche nach Fossilien zu seinem Beruf zu machen. Er stammt aus einer kleinen Stadt im äthiopischen Hochland und schloss 1982 ein Geschichtsstudium an der Universität von Addis Abeba ab. Zu der Zeit wurden Stellen im dortigen Nationalmuseum frei, und Yohannes Haile-Selassie hatte Glück. Statt als Lehrer in eine entlegene Region geschickt zu werden, ergatterte er einen der raren Museumsjobs. Seine Aufgabe war es, die Sammlung der fossilen Knochen mitzubetreuen.

Es war eine bewegte Zeit. Kurz zuvor, 1981, hatte Tim White begonnen, in der Afar-Senke zu arbeiten. Der Paläonthologe von der University of California ist wohl der beste und umtriebigste Hominidenjäger seiner Generation. Doch dann verhängte die äthiopische Regierung ein Moratorium für ausländische Forscher und begann, die nationalen Richtlinien zu erneuern: Es ging um Grabungslizenzen und um die Frage, ob Fossilien das Land verlassen dürfen. White fiel dabei auf, wie wenig Forschungs-Infrastruktur Äthiopien selbst zu bieten hatte: „ Ehrlich gesagt, ich war entsetzt.“ So halfen zwar lokale Kräfte bei der harten Ausgrabungsarbeit, es waren aber keine einheimischen Wissenschaftler beteiligt. Studieren konnte man Paläontologie in Äthiopien nicht. So schickte White den Geologen Berhane Asfaw an seine Universität im kalifornischen Berkeley. Als erster Äthiopier erwarb Asfaw 1988 einen Doktortitel in Paläoanthropologie. Nach seiner Rückkehr wurde er Direktor des Nationalmuseums. Mit White baute er dort ein Labor auf und suchte nach weiteren Talenten.

1990 wurde der Grabungsstopp aufgehoben. Haile-Selassie war zur rechten Zeit am rechten Ort. Bei Whites Ausgrabungen nahe dem Fluss Middle Awash wurde er als Museumsbeauftragter mitgeschickt. Der junge Mann sollte überprüfen, ob alle Regeln eingehalten wurden. „Aber natürlich stand ich nicht die ganze Zeit dabei und sah zu, wie die anderen nach Fossilien suchten“, sagt er. „Das Grabungsfieber grassierte, jeder wollte Hominiden finden.“ Schließlich fiel Haile-Selassie dem Grabungsleiter White auf. „ Wir versuchten, die besten Leute auszuwählen“, sagt der Amerikaner. „Yohannes war ein guter Kandidat. Er entwickelte eine große Leidenschaft für Paläontologie. Und er sprach die lokale Afar-Sprache.“ Auch das war wichtig, denn in der Afar-Senke leben nomadische Clans, die Eindringlingen häufig misstrauisch – und bewaffnet – begegnen. White verhalf Haile-Selassie und einem halben Dutzend weiterer Äthiopier zu Stipendien für die Promotion im Ausland.

ERSTE SPUREN VON ARDI

Tim Whites Middle Awash Project zog zahlreiche Fossilienforscher an. „Wir suchten in über vier Millionen Jahre alten Gesteinsschichten nach Hominiden, die älter als Lucy sind“, erzählt Scott Simpson, damals Mitglied des Teams und heute Forscher an der Case Western Reserve University in Cleveland. „ Als ich im Dezember 1992 mit Berhane Asfaw im Jeep zur Grabungsstätte bei dem Dorf Aramis fuhr, malten wir uns aus, wie gut es wäre, einen Fuß oder eine Hüfte zu finden.“ Denn diese Knochen geben Auskunft über den aufrechten Gang. Doch so viel Glück sollten die Forscher nicht haben – noch nicht. Teammitglied Gen Suwa, ein Japaner, entdeckte immerhin einen Backenzahn, Simpson später einen Armknochen, White eine Schädelbasis. „Wir wussten sofort, dass sie zu einem Hominiden gehörten“, sagt Bruce Latimer, der ebenfalls dabei war.

Die Fragmente gaben jedoch kaum Auskunft darüber, ob dieser Urmensch schon zweibeinig lief. Im Sommer 1994 veröffentlichte Whites Team die Funde dennoch als neue Art „Ardipithecus ramidus“ , was so viel wie „Bodenaffe an der Wurzel“ heißt. Die Art sei „ die lang gesuchte mögliche Wurzel der Hominiden“, schrieb White. Eine solche Behauptung war angesichts der paar Knochen vermessen. Das Team suchte nach mehr Fossilien. Während Yohannes Haile-Selassie 1992 sein erstes Semester in Berkeley verbracht hatte, war er nun, im November 1994, wieder bei Whites Grabung dabei – diesmal nicht als Beamter, sondern als angehender Forscher. „Es war der erste Tag der Feldarbeiten, und alle Teammitglieder krochen nahe dem ersten Fundort Schulter an Schulter über den Boden“, erzählt White. Da erblickte Haile-Selassie zwischen den Kieseln einen Handknochen. Wie sich später herausstellte, gehörte er zu Ardis Skelett.

DIE AUSWERTUNG DAUERTE 15 JAHRE

Solch ein Fund ist äußerst selten: Weltweit haben Paläontologen nur eine Handvoll halbwegs vollständige Skelette von Hominiden gefunden. Und dieses, so sollte sich zeigen, war in jeder Hinsicht außergewöhnlich (siehe Kasten „Ardi – zwischen Mensch und Affe“). Es auszugraben, war allerdings mühselig: Ardis Knochen waren zerbrechlich, sie zerbröselten den Forschern in den Händen. Das Team fand außerdem Fragmente von 35 weiteren Individuen. Drei Jahre dauerten die Grabungen. Dann verbrachte White mehrere Jahre im Nationalmuseum in Addis Abeba damit, die Knochenreste zu reinigen und zu fixieren. Es folgte eine akribische Analyse, gekrönt von einer von der Weltpresse gefeierten Veröffentlichung im Oktober 2009 im Fachmagazin „ Science“. 15 Jahre waren seit Ardis Fund vergangen.

Doch Yohannes Haile-Selassie hatte in den 1990er-Jahren noch etwas anderes vor: „Ich brauchte ein Thema für meine Doktorarbeit.“ Tim White schickte ihn mit dem äthiopischen Geologen Giday Woldegabriel in eine Region namens Western Margin, um die fossile Flora und Fauna zu kartieren. „Dort hatte sich vorher kaum jemand hingewagt“, sagt Haile-Selassie. Die Gegend ist hügelig, es existieren keine Straßen, nicht einmal Landrover können dort fahren. Es gibt Skorpione, Schlangen und Malariamücken. Tag für Tag verbrachten die beiden Forscher bei über 35 Grad Celsius neun bis zehn Stunden in der sengenden Sonne, von Polizisten und lokalen Helfern vor feindlichen Clans beschützt. „Schon Kinder tragen dort Kalaschnikows“, berichtet Haile-Selassie. Die Mühen waren nicht vergebens. Der Äthiopier machte den Fund, der ihn in die vorderste Reihe der Frühmenschenforscher befördern sollte: Ardipithecus kadabba. Das war im Dezember 1997.

EIN VIELSAGENDER ECKZAHN

Der Anthropologe holt in seinem Kellerbüro in Cleveland eine kleine Pappschachtel hervor. „Hier, dieser Eckzahn macht Ardipithecus kadabba zu einem Hominiden“, sagt er. Er ist spitzer als der von Ardi oder Lucy, aber er ist nicht so ein Hauer wie bei Schimpansen. Ein kleinerer Eckzahn ist weniger bedrohlich. Für die Forscher bedeutet es, dass bei dieser Art – genauso wie bei Ardi – die Männchen wohl weniger um die Weibchen kämpften, als es Menschenaffen tun.

Ansonsten gibt es von Ardipithecus kadabba nicht viele Überreste. „Aber diesen Fußknochen!“ Haile-Selassie hält ein etwa zwei Zentimeter großes Knöchelchen hoch und zeigt zum Vergleich auf das Foto eines Schimpansenknochens. Der des Hominiden ist an einem Ende nicht abgeflacht wie der des Schimpansen, sondern – auch für das Laienauge deutlich zu sehen – angeschrägt. So wie bei Ardi, so wie bei Lucy. Ardipithecus kadabba konnte damit den Fuß über die Zehen abrollen. Er konnte aufrecht gehen!

Ardipithecus kadabba stammt aus 5,8 Millionen Jahre alten Gesteinsschichten. Ein derartig alter Hominide war Ende der 1990er-Jahre noch nicht bekannt. „Haile-Selassie hat neben Tim White einfach die beste Spürnase für Fossilien“, sagt Bruce Latimer. Und er hatte Glück. Die ersten Knochen von Lucy zum Beispiel fand nicht etwa Donald Johanson selbst, sondern dessen Student Tom Gray. Von dem hat aber niemand jemals gehört. Haile-Selassie hatte mit White einen weit großzügigeren Mentor, und im Gegensatz zu den vielen einheimischen Helfern, die ebenfalls immer wieder bedeutende Funde machen, hatte er das nötige Wissen: Im November 2001 veröffentlichte Haile-Selassie als alleiniger Autor im Fachmagazin „Nature“ den Fund des ältesten Hominiden der Welt.

Vorfahren und entfernte Vettern

Des ältesten? Im Jahr 2000 hatte ein Team in Kenia ein paar Überreste des sechs Millionen Jahre alten Orrorin tugenensis gefunden. Sein Oberschenkelknochen weist ebenfalls auf Zweibeinigkeit hin. 2002 bargen Forscher im Tschad den sechs bis sieben Millionen Jahre alten Schädel von Sahelanthropus tchadensis. Der Ansatzpunkt zur Wirbelsäule soll auch hier den aufrechten Gang beweisen. Haile-Selassie und White glauben allerdings, dass alle drei Urmenschenarten zu einer Gattung gehören. Das sei zwar schwer zu beweisen, da keine Knochen gleichen Typs erhalten sind, aber die Variation bei den Zähnen sei sehr gering. Und da die Gattung Ardipithecus zuerst beschrieben wurde, müssten alle Ardipithecus heißen. Ein bisschen Triumph klingt schon durch, als Haile-Selassie das erklärt. So ist das unter Frühmenschenforschern: Jeder will das wichtigste Fossil gefunden haben.

Yohannes Haile-Selassie hat kürzlich damit begonnen, an der Universität von Addis Abeba einen Studiengang für Paläontologie mitaufzubauen. Längst hat er auch sein eigenes Grabungsprojekt im Heimatland: Gemeinsam mit Bruce Latimer forscht er in der Gegend um die Flüsschen Woranso und Mille an den Abstammungsverhältnissen der menschlichen Ahnen. Anhand zahlreicher Fossilien haben die Forscher schon bewiesen, dass die erste Art von Lucys Gattung – der bereits vor 4,2 Millionen Jahren lebende Australopithecus anamensis – direkt in Lucys Art Australopithecus afarensis übergeht. Lucy wiederum, so der Konsens unter Paläontologen, war unser direkter Vorfahr oder stand der Linie zur Gattung Homo zumindest sehr nahe. So einfach sind die Verhältnisse bei Ardipithecus nicht: Ardi lebte nur 200 000 Jahre vor Australopithecus anamensis. War Ardi also dessen direkte Vorläuferin? „Ardi war mit ihrer Mischung aus Klettern und Laufen nicht gut angepasst“, sagt Haile-Selassie. „Ihre Art kann nicht stabil gewesen sein, sie war wohl eine Übergangsform.“

Noch ist unklar, wie der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse aussah und wann er gelebt hat. „Eine gute Schätzung wäre wohl: vor sieben Millionen Jahren“, sagt Haile-Selassie. Gesteinsschichten dieses Alters wurden bislang in der Afar-Senke nicht gefunden. Das heißt jedoch nicht, dass es sie nicht gibt. Vielleicht wird ein in Äthiopien ausgebildeter einheimischer Paläontologe sie eines Tages entdecken. ■

Elke Binder schreibt häufig über Evolution. Sie freut sich über so viel Prominenz zu diesem Thema an ihrem Wohnort Cleveland.

von Elke Binder

ARDI – ZWISCHEN MENSCH UND AFFE

Wie sah der gemeinsame Vorfahr von Mensch und Schimpanse aus? Das fragen sich die Forscher seit Charles Darwin. Mehr wie ein Schimpanse? Oder mehr wie ein Mensch? Seit Ardis Fund kann man spekulieren: ähnlich wie Ardi, also mehr wie ein Mensch. Das zeigen auch die Rekonstruktionszeichnungen des Künstlers Jay H. Matternes.

Die von Yohannes Haile-Selassie entdeckte Urlady hatte einen weit abgespreizten Großzeh (1), der sich gut zum Greifen von Ästen eignete. Die anderen vier Zehen waren dagegen wie bei Lucys Art geformt, sodass der Fuß beim Laufen abrollen konnte. Weitere Merkmale, etwa am recht menschenähnlichen Becken (2), weisen ebenfalls auf Zweibeinigkeit hin. Ardi, die mit 120 Zentimetern und 50 Kilogramm ziemlich klein und etwas plumper als Lucy war, kletterte also noch – aber nicht, indem sie sich wie ein Schimpanse von Ast zu Ast hangelte, sondern indem sie auf Ästen entlanglief. Auf dem Boden ging sie auf zwei Beinen, die Füße flach auf dem Untergrund. Der Greifzeh muss dabei hinderlich gewesen sein: Ardi lief wohl etwas ungelenk und langsam.

Die Hände (3) waren nach Ansicht von Anthropologen ähnlich „ primitiv“ geformt wie die unsrigen. Sie zeigten also keineswegs die Modifikationen, die es heutigen afrikanischen Menschenaffen (Schimpanse und Gorilla) ermöglichen, ihr großes Gewicht durch Baumkronen zu schwingen und sich am Boden im sogenannten Knöchelgang fortzubewegen.

Ardis Gehirn (4) war indes so klein wie das eines Schimpansen. Schon bei Lucy hatte sich gezeigt, dass sich der aufrechte Gang vor dem großen Gehirn entwickelte. Ardis Gebiss wiederum besaß nur mäßig große Eckzähne (5): für Anthropologen ist das ein Zeichen, dass sie ein Hominide war. EB/JR

MEHR ZUM THEMA

LESEN

Ann Gibbons The First Human The Race to Discover Our Earliest Ancestors Anchor Books, New York 2007, ca. € 13,–

INTERNET

Tim Whites Middle Awash Project, an dem Haile-Selassie jahrelang mitarbeitete: middleawash.berkeley.edu/middle_awash.php

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