Theoderich der Große (493–526) Der verschwundene Dom - wissenschaft.de
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Theoderich der Große (493–526)

Der verschwundene Dom

Der Hohe Dom prägt die alte Stadt am Rhein. Umso überraschender, dass das dortige Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum noch bis zum 16. Oktober eine große Ausstellung über den „verschwundenen“ Dom anbietet. Das bezieht sich keineswegs nur auf den Umstand, dass der erste Dom 1009 einer Brandkatastrophe zum Opfer fiel. Vielmehr fragt die Ausstellung: Wie sah der Dom vor 900 Jahren aus, wie nach den zahlreichen Umbauten seit seiner Wiederherstellung 1036? In detektivischer Arbeit gelang es den Kuratoren, erstaunlich viele Leerstellen aufzufüllen.

In zurückhaltend inszenierten, atmosphärisch stimmigen Abteilungen erfährt der Besucher sehr konkret, was neue Untersuchungen, aber auch der neugierige Blick auf Bekanntes erbringen können. Das gilt für das Äußere wie für das Innere des mächtigen Bauwerks. Dommodelle sowie höchst informative Leuchtbilder zu den einzelnen Bauphasen helfen der eigenen Phantasie auf die Sprünge, die zahlreich präsentierten Originalfunde veranschaulichen die neuen Befunde, so etwa zum Lettner im Westchor. Die wunderbaren Figuren dieser steinernen Schranke schuf der Naumburger Meister im 13. Jahrhundert. Die Ausstellung benennt zudem deutlich, was alles Mutmaßung ist; so stecken in ihr auch viele Anregungen zu weiterer Forschung.

Quelle: Dr. Heike Talkenberger
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Öff|nungs|win|kel  〈m. 5; Opt.〉 Winkel zw. der optischen Achse u. dem durch den Rand der Öffnung eines Objektivs od. eines anderen optischen Systems gegebenen Strahl

kryp|to|gra|phisch  〈Adj.〉 = kryptografisch

Me|son  〈n.; –s, –so|nen; meist Pl.; Phys.〉 Elementarteilchen, dessen Masse zw. der des Elektrons u. der des Protons liegt; Sy 〈veraltet〉 Mesotron ... mehr

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