Der wankende Drache - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Der wankende Drache

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Die Chinesische Mauer soll jetzt besser geschützt werden. (Foto: zhu difeng/Fotolia.com)
Einst wurde die Chinesische Mauer als Schutz vor Feinden aus dem Norden gebaut, wie etwa den Mongolen. Doch inzwischen muss der Drache – wie das Bauwerk von den Chinesen auch bezeichnet wird – selbst geschützt werden. Denn der Koloss aus Stein und Lehm zerbröselt. Im aktuellen Heft von bild der wissenschaft beschreiben die bdw-Autoren Dirk Husemann und Jutta Wieloch, warum das so ist.

Insgesamt 21 000 Kilometer lang ist die Chinesische Mauer. Sie zieht sich durch mindestens neun Provinzen hindurch und wurde zwischen dem 5. Jhdt. v.Chr. und dem 17. Jhdt. n.Chr. errichtet. Die Große Mauer gehört zu den größten Bauwerken der Welt und kann sogar aus dem Weltraum gesehen werden. Doch jetzt droht Gefahr.

Nicht allein der Zahn der Zeit macht der Mauer zu schaffen, sondern vor allem die Heerscharen von Touristen, die sie besuchen. Rund zehn Millionen sind es jedes Jahr. Und sie begnügen sich nicht allein damit, die Aussicht zu genießen. Die Besucher bearbeiten die alten Steinen mit Stiften, Pinseln und Taschenmessern. Teile der Mauer sind inzwischen zu einer gigantischen Leinwand für Graffiti geworden. Dazu kommt, dass Einheimische ihren Drachen plündern, um an Baumaterial zu kommen.

Doch jetzt haben die chinesischen Behörden auf die Gefährdung ihres Weltkulturerbes reagiert, schreiben Husemann und Wieloch im Januarheft von bdw. Es drohen drakonische Strafen für die Verschandelung der Mauer und man investiert verstärkt in ihre Restaurierung. Doch da ist eine Herkulesaufgabe. Denn immer wieder finden Archäologen noch unbekannte Teile, die zur Großen Mauer gehören und die ebenfalls erhalten werden sollen. Welche neuen und spannenden Erkenntnisse sich aus diesen Funden ergeben, lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.

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