Der Weg in die Moderne - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Der Weg in die Moderne

Ein Schwerpunkt der Wanderausstellung ist die Entwicklung der Eisenbahn. Bahnanlagen am Ulmer Bahnhof von Süden mit Kienlesbergkaserne und Wilhelmsburg, um 1880. Foto: Stadtarchiv Ulm

Mit dem Vertrag zu Compiègne und dem Staatsvertrag Württembergs mit Bayern wurde 1810 die heute noch gültige württembergisch-bayerische Grenze festgelegt. Städte und Gebiete in Oberschwaben und auf der Schwäbischen Alb, die zuvor Reichsstädte und schließlich von Bayern mediatisiert worden waren, kamen nun zu Württemberg, darunter Ulm, Ravensburg, Buchhorn (das spätere Friedrichshafen), Leutkirch und Wangen.

Ausgehend von dieser staatlichen Neuordnung von 1810 wird der dadurch ausgelöste Wandel umfassend in der Ausstellung dargestellt: Denn binnen weniger Jahrzehnte veränderte sich die Gesellschaft grundlegend. Das traditionelle Gewerbe verlor, die industrielle Produktionsweise hingegen gewann an Bedeutung – und mit ihr wuchsen die Städte und änderten ihr Erscheinungsbild. Industrialisierung und Landflucht führten zu Bevölkerungsverschiebungen bislang unbekannten Ausmaßes. Sie bildeten Herausforderungen für die entstehende moderne Sozialpolitik, für Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

In sieben Abschnitten wird in der Ausstellung diesen Entwicklungen thematisch nachgegangen. Die Schwerpunkte liegen auf der damals neu entstandenen kommunalen Selbstverwaltung, dem Bau der Südbahn, der Bauernbefreiung und Mechanisierung der Landwirtschaft, der Industrialisierung und der Urbanisierung.

Die Begleitbroschüre zur Ausstellung bietet kompakt ergänzende Informationen zu zentralen Themen und Exponaten der Ausstellung. Weitere Stationen der Wanderausstellung sind Leutkirch (10. Juli), Ravensburg (17. September) und Friedrichshafen (11. März 2011).

Quelle: Carmen Fischer
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