Die Geschichte des Deutschen Ordens 1190 bis heute - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Die Geschichte des Deutschen Ordens 1190 bis heute

Über 300 Niederlassungen hatte der Deutsche Orden, und das nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch im Heiligen Land, in Preußen, im Ostsee- und Mittelmeerraum. An den meisten dieser Orte, wo oft prächtige Burgen, Schlösser oder Amtshäuser noch von der Potenz des Ordens künden, ist der ehemalige Kreuzfahrerorden weitgehend vergessen. Man findet dort meist keine Informationen über ihn. Deswegen geht das Deutschordensmuseum Bad Mergentheim außer Haus: man kann dort eine Wanderausstellung über den Deutschen Orden ausleihen, die knapp und bilderreich diese Ordensgemeinschaft vorstellt.

Die Wanderausstellung dient zum Kennenlernen und zum Wecken des Verständnisses der Hauptmerkmale der Deutschordensgeschichte, die wichtige Phasen der Reichsgeschichte markiert. Sie richtet sich an ein allgemein kultur- und geschichtsinteressiertes Publikum.

In knappen, leicht verständlichen Texten informiert sie, die Schau erregt Aufmerksamkeit durch den starken Einsatz von Bildern sowie knappe und prägnante Aussagen zur Ordensgeschichte.

In der Ausstellung wird die über 800-jährige Geschichte des Deutschen Ordens präsentiert. Auch soll das reiche Kulturerbe, das der Deutsche Orden hinterlassen hat – prachtvolle Bauten wie Schloss Altshausen, Schloss und Insel Mainau, die Marienburg in Polen oder die Residenz in Bad Mergentheim– mit seiner Geschichte und Bedeutung für Besucher besser verständlich werden. Die Ausstellung erläutert, dass der Deutsche Orden sich seit dem 13. Jahrhundert in ganz Europa verbreitet hat. Zentren seiner Aktivitäten waren bis 1291 das Heilige Land, bis 1525 bzw. 1564 Preußen und Livland und bis 1806/09 seine über 300 Niederlassungen im Reich. Nach 1806/9 war er auf die Habsburgermonarchie beschränkt, erst nach 1945 konnte er sich wieder in Mitteluropa ausbreiten. Von seiner jeweiligen Zentrale (von 1190 bis heute: Akkon, Venedig, Marienburg, Königsberg, Mergentheim, Wien) aus steuerte der Deutsche Orden seine europaweite Vernetzung. Stets verfolgte der Orden auch karitative Aufgaben und unterhielt z. B. eine Reihe von Spitälern im ganzen Reich. Heute widmen seine drei Institutionen (Brüder, Schwester, Familiaren) ihren Einsatz karitativen Aufgaben, wie Altenheimen oder Suchtkranken.

Es wird erklärt, wie es im 19. Jahrhundert zum verzerrten Bild der mittelalterlichen Ordensgeschichte kommen konnte und welche Auswüchse dies angenommen hat. Auch in Polen und Russland entstand auf diese Weise in verzerrtes Bild. Die Rezeption der mittelalterlichen Ordensgeschichte bestimmt heute noch oft ein verfälschtes Bild vom Deutschen Orden, dem die Darstellung der 800-jährigen Geschichte gegenübergestellt wird.

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Zur Wanderausstellung ist eine Broschüre im Spurbuchverlag erschienen, sie ist zum Preis von 7,80 Euro erhältlich. Die nächsten Stationen sind: Sterzing (1. September bis 20. Oktober 2012) Linz (15. April bis 15. Juni 2013) Münnerstadt (Juli bis September 2013) Bamberg (etwa 9. bis 30. September 2013) Stuttgart (Oktober bis Anfang Januar 2014) Gundelsheim, Burg Horneck (wohl von Januar bis März 2014) anschließend Friesach bei Wien, Passau, usw,

Quelle: Deutschordensmuseum
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