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Geschichte|Archäologie

Die Kulturgeschichte der Beschneidung

Beschneidung Christi, Meister des Tucher-Altars, tätig in Nürnberg (um 1450, Öl, Tempera auf Nadelholz). (Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen, Foto: Anne Gold, Aachen)

„Haut ab!“: Unter diesem doppeldeutigen Titel beschäftigt sich das Jüdische Museum in Berlin mit Beschneidungen und ihrem kulturhistorischen Hintergrund. „Haut ab!“ bezieht sich dabei auch auf die Anfeindungen, denen Juden und Muslime wegen des Beschneidungsrituals in der Vergangenheit ausgesetzt waren. Im Mai 2012 löste das Kölner Landgericht mit der Einstufung einer Beschneidung als Körperverletzung eine hitzige Debatte aus: Das Recht auf freie Religionsausübung wurde mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes konfrontiert. Auch wenn der Bundestag eine Ausnahmeregelung durchdrückte, bleibt das Thema Beschneidung kontrovers.

Mit der Ausstellung wolle das Jüdische Museum jedoch nicht politisieren, sondern „ein tieferes Verständnis für die Bedeutung der rituellen Beschneidung von Jungen“ schaffen, so Cilly Kugelmann, Programmdirektorin des Berliner Museums.

In verschiedenen Räumen kann der Besucher anhand von Objekten, Statuen und audiovisueller Elemente Eindrücke aus der Geschichte der Beschneidung sammeln. Die rituelle Entfernung der Vorhaut am achten Lebenstag, die „Brit Mila“ (hebr. „Bund der Beschneidung“), gehört zur Identität eines jüdischen Mannes: Hineingeboren in den Stamm durch eine jüdische Mutter, gehört die „Brit Mila“ als irreversibles Symbol der Zugehörigkeit zum Judentum.

Die Ausstellung betrachtet auch die Ausführungspraxis im Islam und im Christentum. Sie kann noch bis zum 01. März 2015 besichtigt werden.

Quelle: Jüdisches Museum Berlin
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