Die Turmuhr von Peru - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Die Turmuhr von Peru

Die peruanische Kultstätte Chankillo, 400 Kilometer nördlich von Lima, ist das älteste Sonnenobservatorium Amerikas. Bisher waren sich die Forscher darüber im Unklaren, wozu das 2300 Jahre alte Monument den damaligen indianischen Stämmen genau diente. Es besteht hauptsächlich aus 13 würfelförmigen Türmen, die zwischen zwei und sechs Meter hoch sind. Sie wurden auf einem Bergkamm im Abstand von etwa fünf Metern errichtet.

Eine erstaunliche Entdeckung hat jetzt der peruanische Archäologe Ivan Ghezzi vom Instituto Nacional de Cultura in Lima mit seinem britischen Kollegen Clive Ruggles von der University of Leicester gemacht: Als die Wissenschaftler das Gelände näher untersuchten, fanden sie in 200 Meter Entfernung Überreste eines Komplexes mit Beobachtungspunkten, zwei Höfen und einem 40 Meter langen Korridor. Von den Beobachtungsposten aus markierten die Türme und ihre Zwischenräume die wichtigsten über das Jahr verteilten Sonnenpositionen aus der Zeit um 300 vor Christus. Ghezzi und Ruggles glauben, dass mit dem Observatorium besondere Tage, etwa die Aussaat oder Ernte, bestimmt werden konnten. Damit wären die Menschen dort schon rund 1700 Jahre vor den Inkas in der Lage gewesen, ihre Zeit mithilfe der Sonne zu strukturieren.

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