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Geschichte|Archäologie

Die verbotene Stadt

Die Verbotene Stadt – Machtsymbol der Kaiser Als großartig und eindrucksvoll wird die Verbotene Stadt von ihren Besuchern beschrieben. Mitten im Zentrum Pekings gelegen, ist sie ein Symbol für 5000 Jahre chinesische Geschichte und Kultur.

Mit ihren 72 Hektar (720.000 Quadratmeter) ist die “Purpurrote Verbotene Stadt”, wie sie im früheren China genannt wurde, die größte Palastanlage der Welt. Der Name bezieht sich nicht etwa auf die Farben der Gebäude, sondern gründet auf einem Mythos. Danach hatte der Herrscher des Himmels einen purpurroten Palast. Er galt als Mittlepunkt des Himmels. In Anlehnung daran glaubte man der Palastkomplex sei das Zentrum der Menschheit, weshalb man ihn als Purpurrote Verbotene Stadt bezeichnete. Heute spricht man weniger glanzvoll vom Palast-Museum.

1406 begann der Ming-Kaiser Yongle mit dem Bau der Stadt, die 1420 fertiggestellt wurde. Mit wenigen Veränderungen ist sie bis heute in diesem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Historische Quellen berichten über einer Million Arbeiter und 100.000 Kunsthandwerker, die an der Vollendung des Projekts beteiligt waren. Tausende gewaltiger Steinplatten wurden gebraucht. Die größte mit einer Fläche von 16,57 auf 3,07 Meter und einer Dicke von 1,7 Meter wurde über eine Entfernung von 50 Kilometer herbeitransportiert. 20.000 Arbeiter mußten die 250 Tonnen schwere Platte im Winter über eine künstlich angelegte Eisschiene ziehen, wozu sie 28 Tage brauchten.

Alle 9.999 Gebäude sind aus Holz und Stein gefertigt und symmetrisch angeordnet. Die Verbotene Stadt, die vom gemeinen Volk nicht betreten werden durfte, wird von einem 52 Meter breiten und sechs Meter tiefen Graben umgeben und von einer 3,4 Meter langen und 10 Meter hohen Mauer geschützt. In jeder Himmelsrichtung befindet sich jeweils ein großes Tor mit einem Turm darauf.

Die Stadt teilt sich in zwei Bezirke, den sogenannten inneren und äußeren Hof. Der äußere Hof liegt im Süden und wurde als Arbeitsbereich genutzt. Hierzu gehören Gebäude wie die Halle der Höchsten Harmonie (Tai He Dian), die Halle der Mittleren Harmonie (Zhong He Dian) und die Halle der Wahrung der Harmonie (Bao He Dian). In der Halle der höchsten Harmonie wurden die wichtigsten Zeremonien der feudalen Dynastien abgehalten: Krönungen, Trauungen und die Verleihung von Titeln an hohe Beamte. Der innere Hof wurde als Wohnbereich genutzt. Hier lebte die kaiserliche Familie zusammen mit hunderten von Hofdamen und Palast-Eunuchen. In der Halle der Pflege der Persönlichkeit lebten und verrichteten die meisten Qing-Kaiser ihre Regierungsgeschäfte

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Nach der Revolution von 1911 dankte der letzte Kaiser der Ching-Dynastie, der noch ein Kind war, ab. Ihm, seiner Familie und dem Gefolge wurde erlaubt im Palast zu bleiben. Die republikanischen Truppen vertrieben sie schließlich 1924 und machten die Verbotene Stadt für die Öffentlichkeit zugänglich.

Susanne Roth
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