Hindenburgs Kindheit und militärische Sozialisation Die Welt in Schwarzweiß - wissenschaft.de
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Hindenburgs Kindheit und militärische Sozialisation

Die Welt in Schwarzweiß

Lotte Genzsch, Ohne Titel, Hamburg, 1930er Jahre Silbergelatine Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg © Nachlass Lotte Genzsch, Hamburg

Noch bis zum 27. Juni 2010 zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg aus der eigenen Sammlung in der Sonderausstellung „Eine Frage der Zeit. Vier Fotografinnen im Hamburg der Zwanziger Jahre“ das Werk von vier exemplarisch ausgewählten Fotografinnen, die während der Weimarer Republik in Hamburg tätig waren.

Minya Diez-Dührkoop (1873−1929) und Lotte Genzsch (1907−2003) werden stellvertretend für Berufsfotografinnen mit eigenem Atelier vorgestellt, Natascha A. Brunswick (1909 −2003) als kreative Autodidaktin gezeigt und Hildi Schmidt Heins (geb. 1915) als freischaffende Künstlerin porträtiert. Das Leben und Werk der vier Fotografinnen umfasst zeitlich das deutsche Kaiserreich, die Weimarer Republik, das „Dritte Reich“, zwei Weltkriege, eine Emigration in die USA sowie die frühe Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Drastisch veränderten sich in dieser Zeitspanne die Rolle der Frau und ihre Möglichkeiten zur schöpferischen Tätigkeit. Für Lote Genzsch wurde zum Beispiel die Fotografie in der Aufbruchstimmung der Weimarer Republik zum Instrument eines neu definierten Frauenberufs. Ihre Ausbildung als Fotografin absolvierte sie 1927 beim legendären, damals ausschließlich der Ausbildung von Frauen vorbehaltenen Lette-Verein in Berlin. Nach der Gesellenprüfung 1929 arbeitete sie freischaffend und machte sich nach der Meisterprüfung 1936 mit dem Schwerpunkt Porträt in Hamburg-Blankenese selbständig. 1960 erfolgte eine vollständige berufliche Neuorientierung als Beschäftigungstherapeutin. Fasziniert vom besonderen Licht im „Venedig des Nordens“ setzte die Fotografin mit ihren um 1932 im Hamburger Hafen entstandenen Aufnahmen den Arbeitern ein besonderes Denkmal. Im spezifischen Moment der Aufnahme sind die einzelnen, Kraft erfordernden Arbeitsschritte in einer Dingwelt festgehalten, deren geradezu plastische Oberflächen die Blicke der Ausstellungsbesucher fesseln.

Die Ausstellung mit rund 200 Originalfotografien wird im Rahmen des kulturübergreifenden Forschungs- und Vermittlungsprojekts „Himmel auf Zeit. Die Kultur der 1920er Jahre in Hamburg“ gezeigt, die durch die Hermann Reemtsma Stiftung gefördert wird.

Quelle: Carmen Fischer
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