Eingefrorene Momente: Die Hütte im ewigen Eis - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Eingefrorene Momente: Die Hütte im ewigen Eis

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Der geografische Südpol. Foto: Rhys Boulton, National Science Foundation
Männer gesucht für gefährliche Reise, niedriger Lohn, eisige Kälte, lange Stunden völliger Dunkelheit, anhaltende Gefahren, sichere Rückkehr zweifelhaft, Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall. Diese Anzeige soll Ernest Shackleton, anglo-irischer Polarforscher im Jahr 1913 in einer britischen Zeitung geschaltet haben.

Zu Beginn des 20.Jahrhunderts war die Antarktis der einzige von Menschen noch unberührte Kontinent. Doch das sollte sich bald ändern. Expeditionsteams aus verschiedenen Ländern machten sich bereit, auch dieses ewig vereiste Fleckchen Erde zu betreten. Der Wettlauf zum geografischen Südpol begann. Mit dabei war auch der Brite Robert Falcon Scott, der schon die ersten Jahre des neuen Jahrhunderts auf einer Expedition in der Antarktis verbracht hatte. 1910 machte er sich hoffnungsvoll auf die lange Reise nach Süden, mit dem Ziel, als erster Mensch den Südpol zu erreichen.

Doch die Entbehrungen und Bemühungen waren vergebens. Scott und sein Team wurden vom Norweger Roald Amundsen vernichtend geschlagen: Am 19.Dezember 1911erreichte dieser den Südpol und rammte eine norwegische Flagge in den Grund. Scott, nichts ahnend vom Erfolg seines Konkurrenten, erreichte den Südpol erst einen Monat später. Enttäuscht und erschöpft machten sich die Männer von dort aus auf den Heimweg. Doch die Kälte verhinderte, dass sie England jemals wieder sahen. Alle fünf Expeditionsteilnehmer starben auf der Reise. Sie hinterließen eine Holzhütte am Cape Evans, in der sie die schweren Wintermonate verbracht hatten. Heute steht diese als ?Scott?s Hut? bekannte Hütte unter Denkmalschutz.

Um einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, wie Scott und seine Männer in der endlosen Eiswüste lebten, hat Google nun die Initiative ergriffen und die Hütte komplett abfotografiert. Mit Hilfe einer kleinen Stativkamera mit Fischaugenlinse machten Google-Mitarbeiter Fotos vom Äußeren und Inneren der Hütte. Der Betrachter kann rein- und rauszoomen, sich um 360 Grad drehen und sogar die Etiketten auf alten Flaschen und Lebensmitteldosen lesen.

Auch die 2008 restaurierte Hütte von Polarforscher Ernest Shackleton kann man jetzt im Internet ausgiebig aus allen Blickwinkeln betrachten. Google fasst die neue Errungenschaft in einem Blog fröhlich zusammen: ?Lass deine Stiefel und Handschuhe daheim, und mach dich auf eine Reise in die Antarktis.?

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Zum Google Blog © wissenschaft.de ? Sabine Kurz
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Ga|bi|o|ne  〈f. 19〉 großes, quaderförmiges Drahtgeflecht, das mit Steinen oder anderen Materialien befüllt wird, meist im Garten– oder Straßenbau als Stützmauer, Sichtschutz– oder Lärmschutzmauer verwendet [<ital. gabbione ... mehr

An|ti|phon  〈f. 20; Mus.〉 = Antifon

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