Einpackhilfe - wissenschaft.de
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Einpackhilfe

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Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de
Ein britischer Mathematiker leistet allen Hilfestellung, die ihre Geschenke noch in letzter Minute verpacken wollen: Er hat eine Formel entwickelt, mit der die Gaben nicht nur umweltschonend, sondern auch zeit- und geldsparend eingewickelt werden können. Demnach errechnet sich die kleinste gerade noch ausreichende Geschenkpapierfläche wie folgt: Höhe mal Breite des Geschenks mal zwei, plus Höhe mal Tiefe mal zwei, plus Breite mal Tiefe mal zwei. Das entspricht der Gesamtoberfläche des Geschenks. Hinzu kommt dann nur noch das Doppelte des Quadrats der kleinsten Seitenlänge – als Zugabe, um das Papier kleben zu können. Laut Erfinder Warwick Dumas von der University of Leicester eine ganz einfache Rechnung: „Jeder Abiturient kann diese Mathematik verstehen.“

Die Empfehlung lässt sich jedoch auch etwas weniger mathematisch ausdrücken: Das Papier sollte nicht länger als der Umfang des Geschenks sein, plus zwei Zentimeter. „Am besten ist es, dazu das Geschenk auf seine größte Seite zu legen und es dann auf dem Papier einmal um die eigene Achse zu drehen“, rät der Mathematiker. Damit hat man den Umfang des Geschenks – und gibt noch zwei Zentimeter dazu, damit man das Papier kleben kann. Zudem sollte das Papier nur wenige Zentimeter breiter als die Summe von Geschenkbreite und -tiefe sein. Die extra Zentimeter sind für die seitlichen Flügel nötig, die an der Seite des Geschenks nach unten geklappt werden. „Was man vermeiden sollte ist, Geschenke schräg einzuwickeln“, sagt Dumas. „Denn das verbraucht wesentlich mehr Papier, als wenn man sie auf herkömmliche Art einschlägt“. Einzige Ausnahme: Das Geschenk hat eine quadratische Form.

Für zylinderförmige Geschenke wie Flaschen gilt: Das Papier sollte um das Geschenk gerollt werden und nicht viel länger als dessen Umfang sein. Die Breite des Papiers entspricht der Höhe der Flasche plus ihrem Durchmesser. „Ist der Radius des Geschenks allerdings größer als 88 Prozent der Höhe, empfiehlt es sich, das Präsent von oben wie einen Quader zu verpacken“, so der Mathematiker. Also: Große, flache Keksdosen nicht rollen, sondern so einwickeln, als wären sie ein Karton.

Für Geschenke mit ungewöhnlicher Form rät Dumas, entweder einen Karton oder aber eine Geschenktüte zu benutzen. Außerdem schlägt er vor, bereits benutztes Papier noch einmal zu verwenden: „Nicht zerknitterte Stücke können aufgehoben und später für kleinere Geschenke verwendet werden.“ Und Geschenkdekorationen müssen nicht gleich in den Müll, sondern machen sich auch noch im nächsten Jahr wieder gut auf einem Geschenk. Auch wenn einige Mathematiker die Nase rümpfen mögen – Dumas sieht seine Formel eher mit Humor: „Sie soll die Menschen einfach nur dazu anregen, weniger Papier beim Einpacken ihrer Weihnachtsgeschenke zu verschwenden.“ Und immerhin: Mit ihr lasse sich allein im britischen Weihnachtsgeschäft rund eine Tonne Geschenkpapier einsparen, hat der Forscher berechnet.

dadp/wissenschaft.de ? Peggy Freede
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