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Geschichte|Archäologie

Emil Heckel und Richard Wagner

Plakat der Ausstellung in Mannheim: Richard Wagner, Fotografie von Franz Hanfstaengl (1871), Emil Heckel, Fotografie von W. Höffert (1885). (REM Mannheim, CES)

Anlässlich des 200. Geburtstags Richard Wagners zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen gemeinsam mit dem Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte noch bis zum 16. Februar 2014 die Ausstellung „Von Feuerzauber und Gralsgesang“. Die Präsentation widmet sich der einzigartigen Verbindung zwischen den Musikzentren Bayreuth und Mannheim im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht mit dem Mannheimer Musikalienhändler Emil Heckel (1831-1908) ein guter Freund Richard und Cosima Wagners und Begründer des weltweit ersten Richard-Wagner-Vereins.

Gezeigt werden rund 100 Objekte, die teilweise noch nie ausgestellt waren. Darunter zahlreiche Originalbriefe Richard und Cosima Wagners, Requisiten, Konzert- und Theaterkarten sowie Bühnenbildentwürfe und Bühnenbildmodelle des 19. Jahrhunderts aus Bayreuth und Mannheim.

Die Ausstellung gewährt erstmals nach über 50 Jahren wieder einen Einblick in den Nachlass Emil Heckels. Der über 622 Objekte umfassende Nachlass wird seit 1965 im Mannheimer Stadtarchiv verwahrt. Er enthält mit dem Briefwechsel zwischen Emil Heckel und Richard Wagner zu den Vorarbeiten des Bayreuther Festspielunternehmens den vollständigsten Komplex im Bereich der Richard-Wagner-Forschung neben den Briefwechseln zwischen Richard Wagner und König Ludwig II. sowie Richard Wagner und Franz Liszt.

In der Ausstellung ergänzen Leihgaben aus Bayreuth die Objekte aus den Beständen der Reiss-Engelhorn-Museen und des Stadtarchivs Mannheim. Darunter befindet sich ein ganz besonderes Exponat: ein Gralsglockenklavier der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne, welches erstmals in einer Ausstellung zu sehen ist. Das frisch restaurierte Glockenklavier aus Privatbesitz ist höchstwahrscheinlich ein Originalinstrument der Bayreuther Festspiele. Richard Wagner ließ das Instrument speziell für die vier Töne des Glockengeläuts in seinem Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ anfertigen.

Die Ausstellung thematisiert das emotionsgeladene Verhältnis Heckels zu seinem verehrten „Meister“. Im April des Jahres 1871 wandte sich Richard Wagner an die Öffentlichkeit, um Freunde und Förderer für seine Idee zu gewinnen, in Bayreuth ein Festspielhaus speziell für sein Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“ zu errichten. Nur Emil Heckel aus Mannheim reagierte auf Wagners Aufruf und bot seine Unterstützung für das gewagte Unternehmen an.

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Mit den Augen von Emil Heckel blickt die Schau jedoch nicht nur gen Bayreuth, sondern auch hinter die Kulissen des Mannheimer Hof- und Nationaltheaters und auf die Heckel’sche Musikalienhandlung in der Kunststraße.

Quelle: Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
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