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Geschichte+Archäologie

Erste Fähre passierte den Ärmelkanal bereits vor 4.000 Jahren

Eichenboot brachte Felle und Bernstein auf die Insel

Die älteste seetüchtige Fähre, ein Segelboot aus Holzplanken, hat den Kanal zwischen England und dem europäischen Festland bereits vor 4.000 Jahren überquert. Dies haben Wissenschaftler mittels neuer Datierungsmethoden herausgefunden, berichtet die Zeitung Electronic Telegraph.

Das Boot, das in Ferriby (East Yorkshire) gefunden wurde, war knapp 16 Meter lang. Die riesigen Eichenplanken des Rumpfes wurden von gedrehten Eibenholzzweigen zusammengehalten. Insgesamt bot das Schiff Raum für 18 Paddler und wahrscheinlich auch einen Mast. Archäologen gehen davon aus, dass das Boot Metalle, Felle und Bernstein vom Kontinent auf die Insel lieferte.

Das Boot wird in Zusammenhang mit zwei weiteren Booten aus Ferriby gestellt, die Ted Wright, Mitglied der Royal Society of Antiquitaries, während der letzten 70 Jahre gefunden hat. Das erste entdeckte er im Jahre 1937 mit 13 Jahren, das zweite 1940 und das letzte 1963. Doch erst 1998 konnten neue Datierungsmethoden das genaue Alter der Boote feststellen. So datieren die Wissenschaftler das 1963 gefundene Boot jetzt in die Zeit um 2030 bis 1780 vor Christus, mit dem wahrscheinlichsten Entstehungsdatum um 1900 vor Christus. Die anderen beiden Boote sind einige Hundert Jahre jünger.

Birgit Kahler
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