Die Revolte von Canudos Ewige Steine - wissenschaft.de
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Die Revolte von Canudos

Ewige Steine

Foto: Stiele-Werdermann

Wer im Mittelalter von Hegne oder Allenbach auf Konstanz zuritt, konnte schon von weitem die Silhouette der Stadt erblicken, mit ihren vielen Kirchen, den zahlreichen Türmen und Toren der Stadtbefestigung und herrlich geschmückten Patrizierbauten. Aus Stein erbaut, für die Ewigkeit. Scheinbar unverwüstlich und dennoch war der Sandstein der Mode und dem Zahn der Zeit preisgegeben.

Als die Bürgerschaft im frühen 19. Jahrhundert den Abbruch der Stadtbefestigung beschloss, um die Unterhaltskosten zu sparen, aber auch um der Ausdehnung der Stadt Platz zu schaffen, mussten viele Zeugnisse der frühen Baumeisterkunst weichen. Der Gründer des Rosgartenmuseums, Ludwig Leiner, rettete damals zahlreiche Architekturelemente, wie Arkadenbögen, Maßwerkfenster, Kapitelle oder figürliche Bauplastiken, vor dem Untergang.

Gemeinsam mit dem staatlichen Hochbau- und Universitätsbauamt Konstanz und der Münsterbauhütte inszenieren wir herausragende Beispiele dieser „ewigen Steine“ und „steinernen Urkunden“ aus dem spätmittelalterlichen Konstanz vor kraftvollen farbigen Hintergründen: Wir zeigen unter anderem gotische Wasserspeier, allegorische Köpfe auf einem Säulenkapitell, geheimnisvolle Grabmale, ausdrucksstarke Tierdarstellungen, fein geschnittenes Maßwerk und, als ein besonderes Highlight, die original erhaltene Münsterspitze von 1856, die beim Erdbeben von 1911 herunterfiel, aber aufbewahrt wurde.

Die Ausstellung „Ewige Steine“ ist eine ungewöhnliche Verbindung von stillen Steinen und lauten Farben, eine Erinnerung an die spätmittelalterliche Stadt, ihren architektonischen Gestaltungswillen und die zeitlose Bildhauerkunst der Gotik und der Renaissance.

Eine mehrsprachige Begleitpublikation ist geplant.

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Quelle: Ursula Benkö
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