Frühes Werk zur Reformationsgeschichte in Gotha entdeckt - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Frühes Werk zur Reformationsgeschichte in Gotha entdeckt

Eine Seite des neu entdeckten Dokuments von 1535. (ThStA Gotha, Geh. Archiv XX I 1a, Bl. 1/2r-207v, hier: Bl. 2r.)

In der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt ist die bisher älteste Darstellung zur Geschichte der Reformation entdeckt worden. Dies teilte die Pressestelle der Universität mit. Bei dem 1535 verfassten Dokument (Originaltitel: „Von der Zwispaltung so sich des Glaubens und Religion halben im 1517. Jar in Teutscher Nacion hat angefangen“) handelt es sich um eine Darstellung und Deutung der Reformation aus katholischer Perspektive.

Wenn auch der Autor dieser Neuentdeckung nicht bekannt ist, komme ihr „historisch betrachtet […] große Bedeutung“ zu, so Daniel Gehrt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsbibliothek Gotha und Entdecker der Handschrift. Dieser Wert ergebe sich neben ihrem Alter auch aus dem betont sachlichen Stil der Reformationsdarstellung. Anders als beispielsweise viele zeitgenössische Flugschriften verzichte dieses Dokument auf Polemik.

Gefunden wurde die Reformationsdarstellung des unbekannten Autors bei Erschließungsarbeiten zum Nachlass des lutherischen Theologen und Kirchenhistorikers Ernst Salomon Cyprian (1673-1745), der umfangreiche Bestände zur Reformationsgeschichte und ihren Folgewirkungen zusammengetragen hat.

Original wird in Ausstellung gezeigt

Das Original dieses Fundes kann zusammen mit weiteren bisher unbekannten Dokumenten zur Reformationsgeschichte aus dem Nachlass Cyprians im Rahmen der Ausstellung „ ‚Ich habe einen Traum‘ – Myconius Melanchthon und die Reformation in Thüringen“ in Augenschein genommen werden.

Die Ausstellung ist vom 3. April bis zum 5. Juni 2016 als gemeinsame Veranstaltung der Forschungsbibliothek Gotha und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein zu sehen.

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Quelle: Universität Erfurt
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