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Geschichte+Archäologie

Gemälde erzählen Geschichte

Francois Gérard: Napoleon I. im Krönungsornat, um 1805. © Stiftung Deutsches Historisches Museum

Mit einer Jubiläumsausstellung feiert das Deutsche Historische Museum in Berlin sein 25-jähriges Bestehen. Mehr als 100 ausgewählte Gemälde dokumentieren bedeutende Personen und Ereignisse der europäischen Geschichte und repräsentieren zugleich den beeindruckenden Bestand von über 2500 Werken des noch jungen Hauses. Vom 25. Oktober 2012 bis zum 21. April 2013 kann die Ausstellung der seit 1987 in der heutigen Form bestehenden Einrichtung besichtigt werden.

Zu sehen sind Meisterwerke von Giuliano Bugiardini, Lucas Cranach d. Ä., Hyacinthe Rigaud, Francois Gérard und Anton Graff. Die Ausstellung präsentiert ganz unterschiedliche Genres historischer Gemälde: Porträtmalerei wichtiger historischer Persönlichkeiten, Darstellungen bedeutender Schlachten sowie Stadtansichten, Panoramabilder und Alltagsszenen. Dabei ist das erklärte Ziel der Ausstellung, dass die Exponate für sich selber stehen und ihre „eigenen“ Geschichten erzählen sollen. Dieses Anliegen unterstreicht somit den ursprünglichen Zweck der Bilder: nämlich einen unmittelbaren Einfluss auf den Betrachter auszuüben. So prägen Gemälde seit jeher das Bild der historischen Überlieferung und spielen noch heute eine nicht unbedeutende Rolle im Geschichtsbild der Menschen. Gérard etwa stellt Napoleon Bonaparte als würdevollen Monarchen und rechtmäßigen Nachfolger der abendländischen Kaiser dar, obwohl der Korse diesen Titel einfach usurpierte und durch seine Selbstkrönung die ursprünglich sakrale Dimension dieser Stellung ad absurdum führte. Daher muss man sich bei der Betrachtung historischer Werke stets der vom Künstler angestrebten Sichtweise und Deutung der Vergangenheit gewahr sein.

Die Auswahl der Bilder spiegelt die prägenden Ereignisse und Persönlichkeiten der jeweiligen Epochen wider. Portraits von Luther und Papst Clemens VII. symbolisieren die religiösen Auseinandersetzungen im 16. und 17. Jahrhundert. Krieg und Frieden sind bestimmende Themen der Bilderproduktion des 19. Jahrhunderts. Des Weiteren berichten Exponate von dem europaweiten Freiheitskampf der Bürger gegen die Obrigkeit sowie von den Auswirkungen der Industrialisierung. Die Werke, die das vergangene Jahrhundert repräsentieren, erzählen von den beiden Weltkriegen, dem kulturellen Aspekt der Moderne und der Geschichte der beiden deutschen Staaten.

Quelle: Deutsches Historisches Museum Berlin
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