Forschung Glanz einer Epoche: Jugendstilschmuck - wissenschaft.de
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Forschung

Glanz einer Epoche: Jugendstilschmuck

Das Leopold Museum Wien zeigt vom 25. Februar bis zum 20. Juni 2011 die bisher umfassendste in Österreich gezeigte Ausstellung zum Thema Jugendstilschmuck. Die Schau „Glanz einer Epoche. Jugendstilschmuck aus Europa“ präsentiert erlesene Objekte aus dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt und aus Privatbesitz.

Schmuckstücke aus der Zeit um 1900 gehören zu den faszinierendsten Erscheinungen der Kunst jener Epoche. Auf kleinstem Raum offenbart sich hier das gesamte Formen- und Bildrepertoire des Jugendstils: Motive aus Flora und Fauna, seltsame Mischwesen, fließende Linien und geometrische Kompositionen. Eine der bedeutendsten und umfangreichsten Sammlungen von Jugendstilschmuck besitzt das Hessische Landesmuseum Darmstadt. Der Bestand basiert auf der kunsthandwerklichen Sammlung des niederländischen Hofjuweliers Karel A. Citroen (* 12. Februar 1922). Bis 1959 trug der Amsterdamer Juwelier europaweit mehrere hundert Objekte zusammen, wobei sein Schwerpunkt auf dem Thema Schmuck lag.

Die 80 gezeigten Schmuckobjekte zählen zu den Höhepunkten der Bestände des Hessischen Landesmuseums. Ein absoluter Höhepunkt ist die »Sarah Bernhardt«-Brosche, der ein von Alfons Mucha (1860-1939) entworfenes Plakat als Vorlage diente. Zu sehen sind Arbeiten der bedeutenden Pariser Juweliere, Goldschmiede und Emailleure René Lalique (1860-1945) und Georges Fouquet (1862-1957) sowie André-Fernand Thesmar (1843-1912) und Lucien Gaillard (1861-1933). Deutschland ist mit Hans Christiansen (1866-1945) und Schmuckbeispielen aus den Schmuckzentren Hanau und Pforzheim vertreten, Dänemark mit Georg Arthur Jensen (1866-1935).

Die Eigenheit des Wiener Jugendstils und die Unterschiede zur Jugendstilkunst des restlichen Europas werden anhand von Leihgaben aus Privatbesitz dargelegt. 1903 wurde die »Wiener Werkstätte« gegründet. Ihre Designer, allen voran Kolo Moser (1868-1918), Josef Hoffman (1870-1956) und Bertold Löffler (1874-1960), waren der Anschauung, dass Schmuck als Kunstform nicht den Reichtum der Trägerin demonstrieren, sondern ihre Individualität betonen sollte.

Weiter sind in der Ausstellung niederländischer Schmuck von Bert Nienhuis (1873-1960) und Jan Eisenlöffel (1876-1957) oder Stücke des legendären russischen Goldschmieds Carl Peter Fabergé (1846-1920) zu sehen. Der belgische Jugendstil ist mit Stücken des Schmuckherstellers und Designers Philippe Wolfers (1858-1929) präsent. Schmuck aus Großbritannien von William Hair Haseler (1864-1949) wird ebenso gezeigt wie Juwelen des britischen Architekten und Designer Henry Wilson (1864-1934) oder von Liberty & Co. produzierte Objekte.

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Veranstaltungsort: Leopold Museum-Privatstiftung, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Quelle: Yvonne Mielatz, Hessisches Landesmuseum Darmstadt
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