Der junge Bolívar Goldener Brief entschlüsselt - wissenschaft.de
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Der junge Bolívar

Goldener Brief entschlüsselt

Im Jahr 1756 wurde er geschrieben, der Brief des birmanischen Königs Alaungphaya an den englischen König Georg II. aus dem Haus Hannover. Sowohl die Form als auch der Inhalt des Schreibens sind wahrlich bemerkenswert: Die birmanischen Schriftzeichen wurden auf ein 55 mal 12 Zentimeter großes Goldblech eingraviert, geschmückt wurde der Brief an den Schmalseiten mit 24 hochkarätigen Rubinen. Als „Versandtasche“ diente ein ausgehöhlter Elefantenstoßzahn. Der goldene Brief ist weltweit der einzige bekannte seiner Art. In dreijähriger Forschungsarbeit ist es dem Birma-Experten Jacques Leider von der École française d’Extrême-Orient nun gelungen, den Inhalt des kostbaren Schreibens zu entziffern: König Alaungphaya bietet dem englischen König und der East India Tea Company einen befestigten Handelsstützpunkt an. Als der Brief 1758 in London eintraf, war England jedoch in den Siebenjährigen Krieg verstrickt – das großzügige Angebot des Königs von Birma, das dieser auch in einer nicht mehr erhaltenen englischen Fassung unterbreitet hatte, blieb unbeantwortet. Georg II. leitete das goldene Schreiben an seine Bibliothek nach Hannover weiter, wo es 250 Jahre schlummerte. 2013 soll das spektakuläre Objekt in einem neuen Saal der Bibliothek gemeinsam mit anderen Beständen der ehemals königlichen Bibliothek ausgestellt werden.

Quelle: Dr. Heike Talkenberger
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