Spanien und seine Kolonien um 1800 Gotische Baukunst: der Wiener Stephansdom - wissenschaft.de
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Spanien und seine Kolonien um 1800

Gotische Baukunst: der Wiener Stephansdom

Rudolf von Alt, Der Stephansdom in Wien, 1834, Öl auf Leinwand (Wien Museum)

Von keinem gotischen Dom in Europa hat sich eine so große Zahl von spätmittelalterlichen Planrissen der Dombaumeister erhalten wie vom Stephansdom in Wien. Bis zum 21. August 2011 kann man die Zeichnungen, die sich seit 2005 auf der UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes befinden, im Wien Museum begutachten und verstehen lernen, wie ein gotischer Dom gebaut wurde.

Sehenswert ist etwa der sechs Meter hohe, detailgenaue Aufriss des nie vollendeten Nordturms. Die Bauarbeiten an diesem überdimensioniert geplanten Turm wurden 1511 abgebrochen; 1578 erhielt er seine Renaissance-Haube. Im Gegensatz zum Nordturm wurde der monumentale Südturm, der nicht mit dem Kirchenbau verbunden ist, 1433 fertiggestellt. Das Kirchengebäude von St. Stephan ist 107 Meter lang und 34 Meter breit. Vom spätromanischen Bau, entstanden von 1230 bis 1245, sind die beiden „Heidentürme“ und das „Riesentor“ erhalten. 1304 bis 1340 wurde ein vergrößerter Chor (Albertinischer Chor) gebaut, zwischen 1359 und 1474 entstand der gotische Neubau des Langhauses. Anhand der 31 Planrisse kann der Besucher die Baugeschichte der Domkirche seit dem 14. Jahrhundert auf der Grundlage der neuesten Erkenntnisse nachvollziehen.

Quelle: Dr. Heike Talkenberger
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