Graue Passion - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Graue Passion

Hans Holbein d. Ä., Die Graue Passion (zwischen 1494 und 1500), Flügelaußenseite: "Gefangennahme Christi", Ölhaltige Mischtechnik auf Fichtenholz, 89 x 87,7 cm, (c) Staatsgalerie Stuttgart

Seit Beginn der Karwoche ist die „Graue Passion“, das zwölf Tafeln umfassende Werk des Augsburger Künstlers Hans Holbein d. Ä., dauerhaft in der Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen. Zur Großen Landesausstellung 2010 „Hans Holbein d.Ä.: Die Graue Passion in ihrer Zeit“ widmeten sich sechs Restauratorinnen und Restauratoren intensiv dem Zyklus und konnten seinen ursprünglichen Zustand weitgehend wiederherstellen.

Das Meisterwerk der Spätgotik zählt zu den umfangreichsten und künstlerisch hervorragendsten Passionszyklen der altdeutschen Malerei. Hans Holbeins eigenwillige Interpretation der Leidensgeschichte Christi entstand zwischen 1494 und 1500 und hebt sich besonders durch den formal beruhigten Aufbau seiner Bilder und die Eindringlichkeit seiner physiognomischen Gestaltung von anderen Passionsfolgen ab.

Die schon im Namen der „Grauen Passion“ anklingende farbliche Gestaltung ist beispiellos innerhalb der gesamten europäischen Altarmalerei. Holbeins subtiles monochromes Kolorit lenkt den Blick des Betrachters auf das wesentliche Geschehen im Bild, das durch intensiv leuchtende Farbpartikel zusätzlich betont wird.

Quelle: Staatsgalerie Stuttgart
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