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Geschichte+Archäologie

Gulag

Ausmaß und Charakter des sowjetischen Lagersystems wurden einer breiteren Öffentlichkeit im Westen erstmals durch Alexander Solschenizyn nahegebracht. Seit 1988 war es dann vor allem die Menschenrechtsorganisation „Memorial“, die sich, allen Widrigkeiten zum Trotz, hartnäckig darum bemühte, Zeugnisse zu sammeln, zu bewahren und öffentlich zu machen, welche die unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Stalins Lagern dokumentieren.

Um den Versuch, die Dimensionen der Gewaltherrschaft zu begreifen, geht es auch in der Ausstellung „Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929 –1956“, die „Memorial“ Moskau und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg erarbeitet haben. Nach Neuhardenberg wird sie vom 20. August bis zum 21. Oktober im Schiller-Museum Weimar gezeigt. Anhand von Biographien und Zeugnissen ehemaliger Häftlinge, aber auch einiger Täter werden auf nur 400 Quadratmetern Lebensschicksale erzählt und materielle Hinterlassenschaften präsentiert: Lagerkunst, Brotsäckchen, Kleider, Kreuze … – „Die Dinge“, so der Historiker Arseni Roginski, „schweigen nur, solange die Menschen es tun.“ Der informative Ausstellungskatalog ist im Wallstein Verlag (Göttingen) erschienen.

Quelle: Dr. Marlene P. Hiller
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