Hexen-Einmaleins - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Hexen-Einmaleins

Wenn im 16. oder 17. Jahrhundert ein Unglück geschah, wenn die Kuh keine Milch gab oder ein Säugling verstarb, so meinten viele, die Schuldige ausmachen zu können: Es war eben eine Hexe am Werk gewesen. Die Angst vor übernatürlichen, bösen Kräften hatte noch ihren festen Platz im magischen Weltbild einer Zeit, in der Zehntausende von Frauen und Männern einem grausamen Hexenwahn zum Opfer fielen.

Eine Ausstellung im Historischen Museum in Speyer möchte noch bis zum 2. Mai 2010 die vielfältigen Grün‧de beleuchten, derentwegen es zur Hexenverfolgung in weiten Teilen Europas kam. Deutlich werden etwa regionale Schwerpunkte oder die Rolle von Papst, Kirchen und weltlichen Obrigkeiten. Zu sehen sind über 600 Exponate, etwa das „Hexenhemd“ von Vehringenstadt, das die 1680 als Hexe angeklagte Anna Kramerin wohl bei Verhör und Hinrichtung trug, dazu Schriften über den Hexenglauben, Hexenbilder der Kunst, Prozessakten oder Gegenstände, die gegen Schadenszauber eingesetzt wurden. Inszenierungen zu Folter oder Scheiterhaufen sollen die Qualen der Opfer anschaulich werden lassen. Hörstationen, Filme und ein attraktives Begleitprogramm ergänzen die Schau.

Quelle: Dr. Heike Talkenberger
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